Samstag, 22. Juni 2013

[Rezension] Blood on my hands

Titel: Blood on my hands
Autor: Todd Strasser
Verlag: Carlsen
Preis: 9. 99

Das Buch hat mich irritiert.
Das Cover ist nichts Besonderes, nur der Schriftzug lässt es etwas ansprechender erscheinen.
Mich hat gewundert, dass der "Klappentext" bzw. der Textausschnitt auf der Rückseite des Buches die erste Seite des Romans ist. Deswegen konnte ich mir kein richtiges Bild von der Handlung machen.

Das Buch steigt mitten in die Handlung ein, die Protagonistin steht vor einer Leiche. Der Schreibstil war sehr gut. War.
Dann beginnt die Flucht vor der Polizei und ungefähr auf Seite 10 kippt das gesamte Buch. Die Protagonistin muss sich verstecken und hat zeit, über ihre Vergangenheit nachzudenken.
Nur dass der Leser nicht mehr weiß, was real ist. Plötzlich beginnt eine völlig neue Handlung, in der die ermordete wieder lebt. Nachdem ich den ersten Schock überwunden habe,  kam der nächste. Das gelesene war anscheinend nur eine Rückblende, die immer wieder weitererzählt wird.
Das heißt, das Buch springt zwischen zwei Zeiten hin und her - ohne erkennbare Grenze.
Außerdem nimmt die Vergangenheit bald die gesamte Handlung ein und von dem eigentlichen Mordfall ist fast nicht mehr die rede. 

Auch der Schreibstil wird immer schlechter, die Gefühle und Gedanken werden überhaupt nicht übermittelt. Schlimmer noch: Auch die Umgebungen und Personen werden so gut wie nicht beschrieben. 
Die Idee an sich ist ganz okay, ich hatte aber nach dem spannenden Anfang etwas besseres erwartet.
Höchstens Mittelmaß - zu mehr reicht es nicht.



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