Freitag, 21. Juni 2013

[Rezension] Blutbraut

Titel: Blutbraut
Autor: Lynn Raven
Verlag: cbt
Preis: 14. 99

Die Protagonistin hat ja sowas von kein Rückgrat.
Aber von Anfang an.
Das Cover ist wunderschön gestaltet, passt sowohl zum Titel als auch zum Klappentext. Ein positiver erster Eindruck also.
Das Buch beginnt relativ harmlos, steigt allerdings mitten ins Geschehen ein. Lucinda wird zwar nicht vorgestellt, trotzdem weiß man sofort, mit welcher Art Mädchen man es zu tun bekommt.

Nach und nach ändert sich die Art der Handlung, Spannung wird aufgebaut, neue Charaktere eingeführt.
Die Handlung ist sehr gut beschrieben, die Ich Perspektive passt zum Buch. Egal, ob es Joaquín oder Chris sind- beide üben eine Faszination auf den Leser aus, denn sie unterscheiden sich wie Feuer und Wasser.
Obwohl es ein Vampirbuch ist, war ich sofort fasziniert. Vom Schreibstil, von den Charakteren, von der Handlung. Das war mein erstes Buch von Lynn raven und ganz sicher nicht mein letztes.
Sie versteht es, Spannung aufzubauen, komplizierte Handlungsstränge miteinander zu verknüpfen und dennoch normale Sachen wie Verrat oder Liebe einfließen zu lassen. Die Umgebungen sind wundervoll, ich musste immer wieder schmunzeln, als sich Joaquín und Rafael auf Spanisch unterhalten haben. Es ist nicht zwingend notwendig, das Spanisch zu verstehen, trotzdem hat es mir Spaß gemacht, mit meinen Latein- und Französischkenntnissen das gesagte zu übersetzten.

Die Charaktere unterscheiden sich alle voneinander, haben alle eine Vergangenheit. Im Buch kommen sehr viele wichtigen Personen vor, die meist auch komplizierte Namen besitzen. Trotzdem gelingt es der Autorin, dass der Leser sich alle merken kann.
Mir ist nichts negatives aufgefallen - was ich zu bemängeln habe, ist eher persönlicher Natur.
Lucinda hat kein Rückgrat. Vorfällen am Anfang ist sie sehr depressiv, sagt immer zu sich "Atme", und ich muss über sie wirklich den Kopf schütteln. Einerseits ist sie eine mächtige Blutbraut, andererseits führt sie sich auf wie ein kleines Kind. Ich kann verstehen, dass sie verstört sein muss, aber trotzdem ist das kein Grund, die ganze zeit Angst zu haben.
Aber wie gesagt: Es gibt bestimmt Leser, die das anders sehen als ich.

Im Grunde ein wundervolles Buch, das keine logischen Fehler aufweist und den Leser begeistert. Auch der Umstand, dass es eine Vampirgeschichte ist, sollte nicht stören, da es sich um keine typischen Vampire handelt.


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