Sonntag, 9. Juni 2013

[Rezension] Delirium

Titel: Delirium
Autor: Lauren Oliver
Verlag: Carlsen Verlag
Preis: 18. 90

Ein Mädchen, eine Liebe, die nicht sein darf.  Das Cover ist wunderschön, ich liebe die Schrift, in der "Delirium" geschrieben wurde. Erst später im Buch habe ich bemerkt, dass die Wörter, die sich über das ganze Cover ziehen, Liebe bedeuten.  Der Anfang ist nicht sonderlich spannend, aber die Art, wie das Buch erzählt ist, zieht den Leser in seinen Bann.  Die darauffolgenden Handlung ist gut strukturiert, das Buch wird immer nur aus Lenas Ich-Perspektive erzählt.

Die Idee an sich ist sehr gut, unsere Welt in der Zukunft, Amerika, Portland.  In Amerika ist Liebe eine anerkannte Krankheit, alle haben Angst davor und freuen sich auf den Eingriff, der sie von Liebe befreien soll.  Am Anfang habe ich nicht gewusst, in welche Richtung sich dieses Buch entwickelt, ob es eine Flucht geben wird, oder ob Lena den Eingriff machen lässt.  Bis sie Alex kennen lernt. Ab diesem Zeitpunkt verändert sich die Schreibweise der Autorin, wird lockerer.  Lenas Gefühle und Gedanken werden sehr genau beschrieben, all ihre Handlungen sind nachvollziehbar.

Die Szene mit Alex hat mich verunsichert, ich fühlte mich an "Ich fürchte mich nicht" erinnert. Alex ist in gewisser Weise so wie Adam. Er verstellt sich, zeigt nicht seinen wahren Charakter und scheint Lena auszunutzen.  Trotzdem ist er mir am Ende des Buches ans Herz gewachsen.  Ab der Hälfte des Buches zieht es sich etwas. Man muss sich zwar nicht zwingen, weiterzulesen, aber einige Stellen überfliegt man nur noch.

Das Ende ist dann der krasse Gegensatz: Plötzlich verändert sich innerhalb von einigen Seiten das sichergeglaubte Ende und es geschieht etwas, mit dem ich nie gerechnet hätte.  Aber lest selbst und lässt euch von diesem Buch verzaubern.  Ich freue mich auf den Folgeband.



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Gerne könnt ihr mir Kommentare hinterlassen. Für Kritik, Wünsche oder Anregungen bin ich offen :)