Samstag, 29. Juni 2013

[Rezension] Reckless - Steinernes Fleisch

Titel: Reckless - Steinernes Fleisch
Autor: Cornelia Funke
Verlag: Dressler
Preis: 19. 95

Nachdem ich die Tintenwelt-Trilogie abbrechen musste, wage ich mich jetzt an einen weiteren Roman von Cornelia Funke. Die Aufmachung ist sehr gelungen, das Cover ist weder überladen noch zu farblos. Das Gesicht eines Jadegoyls im Spiegel passt zum Roman. Ich habe das Buch aufgeschlagen und war erst einmal fasziniert von den Zeichnungen. Die Autorin hat jedem Anfang eines Kapitels eine Zeichnung beigefügt. Sie sind wirklich gut gelungen und passen zum jeweiligen Kapitel.

Der Leser steigt relativ schnell in die Handlung ein. Und mit einsteigen meine ich nicht, es wird Vorgeschichte erzählt. Will wurde vor diesem Band schon zum Goyl, Jakob hat der Königin Schätze gebracht. Aber das alles wird nur am Rande der Handlung erzählt. Meiner Meinung nach ist Reckless nicht der erste Band. Denn die Geschichten davor, wie Jakob die Spiegelwelt entdeckt hat, seine ersten Handlungen dort, wären um einiges spannender gewesen als die jetzige Handlung. Die Charaktere sind zwar gut ausgearbeitet, das bedeutet aber nicht, dass ich sie mir vorstellen kann. Einzelne Details fehlen, was mich aber irritiert hat, war, dass in der Spiegelwelt die Wesen ganz genau beschrieben wurden. Nur eben die normalen Menschen nicht. Deshalb kann ich mir die Protagonisten auch nur absatzweise vorstellen.

Ein weiterer Makel ist, dass ich sehr lange gedacht habe, bei der Person Fuchs handele es sich um einen echten Fuchs. Dass sie eine Gestaltwandlerin ist, kommt erst nach vier Kapiteln heraus. Und das ist sehr verwirrend. Die Handlung hat einen erkennbaren roten Faden, allerdings finde ich die Handlungen der Personen nicht nachvollziehbar. Vor allem Jakob handelt aus einer Laune heraus, der Leser bekommt nur ansatzweise seine Gedanken mit - die Gefühle fast gar nicht. Die Idee hat mir allerdings sehr gut gefallen, diese Welt hinter dem Spiegel, die Märchenelemente beinhaltet. Erst in der Mitte des Romans wird richtige Spannung aufgebaut, und auch dann "tröpfelt" alles so dahin, es geht kaum voran. Und wenn etwas neues passiert, dann wird es rasend schnell erzählt.

Auch das Finale ist gewöhnungsbedürftig, mir hat die Lösung der Problematik nicht gefallen. Die Autorin hätte es ausführlicher gestalten können. Mein Fazit ist nicht sehr positiv. Schlechte Charaktere, eine lückenhafte Handlung. Vielleicht wird der zweite Band besser. Ein Buch, dass man lesen kann. Aber der Leser sollte sich auf nichts anspruchsvolles einstellen.

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Kommentare:

  1. Hat dir die Tintenwelt-Trilogie einfach nicht gefallen, oder warum hast du sie abgebrochen? Ich hab die Bücher selber noch nicht gelesen, aber meine beste Freundin liebt diese Trilogie total!

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    1. Die Idee fand ich sehr gut, aber die Umsetzung war nicht so mein Ding. Und mit dem Schreibstil konnte ich nichts anfangen, also habe ich sie abgebrochen.
      Meine Freundin schwärmt auch von der Trilogie, aber ich habe nach der Hälfte des ersten Bandes aufgehört.

      Liebe Grüße
      Sophia

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