Sonntag, 2. Juni 2013

Was es doch für Menschen gibt

Wie ihr wisst, bin ich noch immer auf der Suche nach Vorbestellungen für mein Buch.
Da soll man auch die Nachbar nicht ausschließen. Also bin ich zwei Stockwerke hochgegangen und habe geklingelt, war nervös. Ich wusste nicht, was mich erwartet.
Doch meine Nachbarin ist eine genausogroße Leseratte wie ich, arbeitet sogar in einem Buchladen.
Ich erkläre ihr also meine Situation, erzähle etwas über mein Buch und kaum 10 Minuten später ist das Formular ausgefüllt. Eine Bestellung mehr.
Natürlich kann ich nicht einfach so gehen und verwickele sie in ein Gespräch.
Es gäbe immer mehr Mängelexemplare, immer mehr Bücher, die radikal reduziert werden. Da mache ich mir schon meine Gedanken. Sind die Menschen zu faul zum Lesen geworden oder haben sie einfach keine Zeit?
Gefällt ihnen vielleicht der Kindle besser?
Eigentlich ist es ein Unding, dass der Kindle druckfrischen Büchern vorgezogen wird.
Man hat ein Gerät in der Hand, "wischt" mit dem Finger, um auf die nächste Seite zu gelangen. Zu einem Buch gehört doch das wunderschöne Cover, mit eingearbeiteten Buchstaben, der Duft.
Und es gehört auch dazu, sich hin und wieder an einer Buchseite zu schneiden oder den Seiten ein Eselsohr zuzufügen.

Ich komme vom Thema ab. Als ich gerade gehen will, hält sie mich mit den Worten "Ich hab' noch was für dich" auf. Unbehaglich stehe ich da, weiß nicht so recht, was jetzt kommt.
Sie holt ein wunderschönes, druckfrisches Buch aus ihrem Schrank und drückt es mir in die Hand. "Das ist für dich."
Perplex stehe ich da, bedanke mich überschwänglich. Damit hätte ich nicht gerechnet. Was es doch für Menschen gibt, die einem etwas schenken, ohne eine Gegenleistung zu verlangen.
Ich verabschiede mich und schließe die Tür hinter mir, den Blick immer noch auf das wunderschöne Cover des Buches gerichtet.

Und hier ist es, Spiegelriss von Alina Bronsky.


Sie lebt nun abseits der Realität, zusammen mit abgerissenen Gestalten, doch Juli ist froh, dass das Rudel sie aufgenommen hat.
Denn seit ihr der Zugang zur Welt der Pheen verwehrt ist, hat sie keine Heimat mehr.
Schlimmer noch: Sie wird als letzte lebende Pheen als Mörderin gejagt.
Verzweifelt versucht Juli, ihr altes Leben wiederherzustellen, muss jedoch bald feststellen, dass alles anders ist.
Freunde, denen sie bedinungslos vertrauen konnte, sind nun ihre Feinde und Verrat ist an der Tagesordung.








~Sophia

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