Dienstag, 16. Juli 2013

[Rezension] Clockwork Princess

Titel: Clockwork Princess
Autor: Cassandra Clare
Verlag: Margaret K. McElderry Books
Preis: 15. 99

Das Cover des englischen Bandes ist wunderschön gestaltet, ich finde es viel schöner als das des deutschen Buches.
Auch die Gestaltung des Buches allgemein ist sehr schön, die Zitate am Anfang jedes Kapitels passen sehr gut zum Buch.

Was mich etwas überrascht hat, war, dass der Einstieg in das Buch so plötzlich kommt. Es ist eine Weile her, seit ich Clockwork Prince gelesen habe und dementsprechend wenig eriennere ich mich an die Handlung.
Eine kurze Rückblende wäre ganz nett gewesen, auch, da die Handlung sofort fortgesetzt wird.
Dieses Buch ist das erste, richtig englische Buch, dass ich gelesen habe und ich muss sagen, ich komme mit Englisch manchmal besser klar als mit Deutsch.

Schon nach den ersten Seiten war ich in der Handlung drin, das Problem: Die fehlende Spannung. Es wird alles sehr genau beschrieben, aber bis auf eine kurze Kampfszene wird in den ersten hundert Seiten keine Spannung aufgebaut. Was eigentlich sehr schade ist, da der Raum auf jeden Fall da war.
Die Briefe, die zwischen Charlotte bzw. Gideon und Gabriel Lightwood geschrieben werden und fast in jedem Kapitel vorkommen sind etwas ermüdend und ziehen die Handlung in die Länge. Sie sind informativ und wichtig für die Story, aber für den Leser meist uninteressant.
Ich bin mit den Charakteren sehr gut klargekommen, fast alle Personen haben sich verändert.
Nicht nur Will, auch Tessa und Jem sind ganz andere Persönlichkeiten geworden, was mir aber sehr gut gefallen hat.

Der Handlungsverlauf nach Seite Hundert war sehr rasant, auf Seite 150 ungefähr taucht der Feind Mortmain das erste Mal auf. Die ganze Trilogie basiert darauf, diesen Feind zu bekämpfen und er kommt in Clockwork Princess am Anfang gar nicht vor?!

Der Tiefgang, der im ersten Teil gefehlt hat, nimmt hier zu und die Handlung wird zum Teil auch sehr emotional, auch, weil es einige Tode gibt, mit denen man nicht gerechnet hat. Die Handlung hat eine strikte Planung, es gibt so gut wie keine Nebenhandlungen, trotzdem macht genau das die Autorin aus.
Der Schreibstil ist locker, es werden manchmal zu wenig, manchmal zu viel Details beschrieben und so gleicht es sich wieder aus.
Die Handlung ist sehr unvorhersehbar, gerade die Sache mit Jem hätte ich nie erwartet.
Mir haben die unerwarteten Wendungen sehr gut gefallen und sie waren ein Ansporn, weiterzulesen.

Tessa kommt am Anfang des Buches so gut wie gar nicht vor – und dabei ist sie die Protagonistin. Dagegen wird die Geschichte von Jem und Will noch einmal aufgerollt, es gibt mehrere Rückblenden und das gibt der Handlung Schwung.
Das ewige Gefühlschaos von Tessa hat mich ein wenig gelangweilt, war am Ende aber doch passend.
Auch die Auflösung der Problematik und der Endkampf waren sehr spektakulär.

Am besten haben mir jedoch Prolog und Epilog gefallen. Die beiden scheinen nichts mit der eigentlichen Handlung zu tun haben, da sie vor und nach der Haupthandlung spielen. Erst beim Lesen wird klar, wie wichtig sie für die Handlung sind.
Vor allem im Epilog hat mir die Rückblende von Tessa gefallen.

Insgesamt ist der Abschluss der Trilogie sehr gut gelungen, auch ein Übergang zu der City of – Reihe wurde hergestellt.

Ein Buch mit kleinen Makeln, das aber sehr lesenswert ist.


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