Samstag, 27. Juli 2013

[Rezension] Das verbotene Eden - Logan und Gwen

Titel: Das verbotene Eden - Logan und Gwen
Autor: Thomas Thiemeyer
Verlag: Knaur
Preis: 16. 99

Gwen ist am Boden zerstört: Ihre Partnerin Juna ist mit David - einem Mann - geflohen. Das bedeutet Hochverrat!
Sie schließt sich einem Spähtrupp an, der in die Stadt der Männer vordringen soll. Doch der Einsatz läuft gewaltig schief und Gwen wird von dem Kämpfer Logan gefangen genommen, der sie als Sklavin verkaufen will. Doch da hat er die Rechnung ohne Gwen gemacht - und ohne seine Gefühle.





Nachdem der erste Teil geendet hat konnte ich es kaum erwarten, den zweiten Teil zu lesen. Das Cover unterscheidet sich fast gar nicht vom Cover des ersten Teils: Gleiche Schriftart, gleicher Aufbau. Nur die Farbe hat sich von grün in lila geändert und die Personen sind natürlich anders.

Der Prolog erzählt ansatzweise, wie es David und Juna ergangen ist, als sie mit der Flugmaschine geflohen sind.
Mit dem ersten Kapitel beginnt dann eine völlig neue Handlung, deren Protagonisten Gwen und Logan sind.
Ich war überrascht, wie sehr sich der Schreibstil und der Aufbau vom ersten Band unterscheiden. Gwen ist das genaue Gegenteil von Juna, Logan das Gegenteil von David.

Der Roman beginnt spannend, Gwen darf ihre Prüfung als Heilerin ablegen. Logan bestreitet einen Wettkampf. Er ist aus verschiedenen Sichtweisen geschrieben, genauso wie der Band davor.
Die Idee ist wieder sehr gut ausgearbeitet, der ganze Handlungsverlauf erscheint logisch.
Auch der berühmte rote Faden fehlt nicht, das eigentliche Ziel wird nie aus den Augen verloren.
Der Schreibstil unterscheidet sich etwas von dem des ersten Bandes, ist lockerer und auch flüssiger. Insgesamt lässt sich das Buch leicht lesen, der Autor vermittelt die Handlung sehr glaubhaft.

Die Charaktere dieses Bandes gefallen mir viel besser als David und Juna. Gwen erscheint mir viel menschlicher, ich kann mich teilweise mit ihr identifizieren. Ihre Gefühle und Gedanken werden sehr ausführlich dargestellt, auch ihre Ängste werden dem Leser mitgeteilt.
Bei Logan überzeugt vor allem die Hintergrundgeschichte und seine Überzeugung.
Man erfährt sehr viel über seine Vergangenheit und dadurch, dass er über die Hälfte des Buches noch bei seinem Vater lebt und nicht fliehen muss (wie David und Juna), wird dem Leser das Geschehen in einer Stadt der Männer nahegebracht.

Auch die Liebesgeschichte ist sehr überzeugend dargestellt. Die beiden sind noch sehr unerfahren, der Autor übertreibt nicht sondern sagt klipp und klar, wo die beiden stehen und stellt ihre Gefühle dar.
Was mir persönlich sehr gefallen hat war, dass David und Juna so gut wie nicht vorkommen. Gwen denkt zwar über ihre Partnerin nach, die Handlung wird aber völlig von den neuen Protagonisten dominiert.
Auch die Verknüpfungen der ersten beiden Bände gefallen mir.

Die Lösung der Problematik am Ende ist zwar gelungen, allerdings ist sie ein bisschen kurz geraten. Ein Kapitel mehr hätte dem Buch nicht geschadet.
Trotzdem ist das Ende sehr überraschend, da der Leser am Anfang nicht wirklich weiß, wie die Geschichte weitergehen kann.

Was mir nicht so sehr gefallen hat, waren die vielen Nebenhandlungen und die Beschreibungen der Umgebungen. Es fällt nicht sehr auf, aber immer wieder wird die Handlung von Nebenhandlungen unterbrochen, die meist einige Kapitel in Anspruch nehmen. Die Umgebungen werden nur wenig beschrieben und somit kann man sich die Personen vorstellen, die Gegenden allerdings nicht.


Allgemein ein sehr gutes Buch, mit einem sehr lockeren Schreibstil und überzeugenden Protagonisten. 



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