Mittwoch, 31. Juli 2013

[Rezension] Frozen Time

Titel: Frozen Time
Autor: Katrin Lankers
Verlag: bloomoon
Preis: 16. 99

Im Jahr 2100 erwacht Tessa auf der Intensivstation - ihr Gedächtnis ist wie ausgelöscht. Nur an das Bild eines Jungen erinnert sie sich immer wieder. Der junge Arzt Milo soll ihr helfen, die Amnesie zu überwinden, doch Tessa erfährt gleichzeitig auch die wahren Hintergründe ihrer "Krankheit".          
Das Bild des Jungen ist Teil ihrer Vergangenheit und sie war beteiligt am Projekt "Frozen Time" ...







Das Cover von „Frozen Time“ ist sehr mystisch und passt aber zum Inhalt des Buches (Was dem Leser erst später klar wird.)
Das Buch steigt direkt in das Geschehen ein. Tessa wacht auf der Intensivstation auf, sie weiß nicht, wer sie ist, wie sie dorthin gekommen ist.

Schon nach den ersten Seiten war ich von dem Buch verzaubert. Der Schreibstil der Autorin ist einfach wunderbar, flüssig und detailreich, trotzdem nicht langweilig. Dass das Buch aus der Ich-Perspektive geschrieben ist, passt sehr gut zur Idee und zeigt so mehr die Gefühle und Gedanken von Tessa.
Der Leser kann sich Tessas Situation sehr gut vorstellen, ihre Handlungen und Gedanken sind der Situation angepasst.

Die Idee an sich ist sehr gut, die Umsetzung auch sehr gut gelungen. Man erfährt, wie sich die Welt verändert hat, wer an der Macht ist und was es für Regeln in der Gesellschaft gibt.
Außerdem wird die Kontrolle der Regierung sehr deutlich gemacht – eine typische Dystopie eben.

Die Handlung behält immer den roten Faden bei, es gibt so gut wie keine Nebenhandlungen, was ich persönlich etwas schade finde.
Trotzdem ist immer Spannung vorhanden und somit hat der Leser immer eine Anregung, um weiterzulesen.

Die Charaktere sind das eigentliche Meisterwerk dieses Romans.
Ich konnte mich mit Tessa sehr gut identifizieren, auch wenn sie manchmal etwas naiv ist.
Ihr Aussehen wird bis ins kleinste Detail beschrieben und auch ihre Vergangenheit ist detailreich. An manchen Stellen fehlen leider die Gedanken oder Gefühle von ihr, damit die Situation noch überzeugender dargestellt wird.
Milo ist das genaue Gegenteil von Tessa, ruhig und bedacht, er sorgt sich um sein weiteres Leben. Die beiden passen sehr gut zusammen, trotzdem hätte ich mir mehr Dialoge gewünscht.

Auch die Welt im Jahre 2100 wird beschrieben, allerdings immer nur grob. Es gibt Regeln, alle leben gesund, die Lebensspanne ist erhöht.
Kleinigkeiten wie Kriege in der Geschichte des Landes oder eventuelle Putschversuche etc. wurden ausgelassen.

Die Lösung der Problematik am Ende ist sehr gut gelungen, die Autorin hat die ein oder andere Überraschung parat, mit der ich nicht gerechnet hätte.
Das Buch erinnert mich von der Grundidee an Godspeed, denn auch dort werden die Körper eingefroren und irgendwann wieder zum Leben „erweckt“.
Allerdings hat Frozen Time eine andere Handlung, es geht darum, das Projekt zu verhindern.

Ein Buch mit sehr viel Charme, einem tollen Schreibstil und guten Charakteren. Es fehlen Kleinigkeiten, die aber den Lesefluss nicht stören.


Vielen Dank an 
und 
für die Bereitstellung des Leseexemplars.


Kommentare:

  1. Der Klappentext klingt soooo gut, ich muss das Buch unbedingt lesen :D

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    1. Du wirst es auf keinen fall bereuen :)

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