Dienstag, 30. Juli 2013

[Rezension] Reckless - Lebendige Schatten

Titel: Reckless - Lebendige Schatten
Autor: Cornelia Funke
Verlag: Dressler
Preis: 19. 95

Der Fluch einer Fee - sechs Mal wird die Motte auf Jacobs Brust zubeißen, bis er dem Tod überlassen wird. Und es gibt nur einen Schatz, der ihn retten kann.
Doch auf seiner Suche danach kommt ihm der Schatzjäger Nerron in die Quere - und Jacob bleibt nicht mehr viel Zeit ...








Das Cover des zweiten Bandes unterscheidet sich gar nicht so sehr von dem des ersten Bandes.  Hier sind die Farben Grün und Silber dominant, die rote Motte im Spiegel passt sehr gut zum Inhalt des Buches.
Die Aufmachung ist auch hier sehr gelungen, jedem Kapitel wurde eine Zeichnung der Autorin beigefügt.

Der Anfang ist nicht sehr spektakulär, das erste Kapitel ist aus der Sicht von Fuchs geschrieben. Jacob befindet sich wieder in der heutigen Welt und Fuchs scheint sich Sorgen um ihn zu machen. Was mir am Anfang gefehlt hat, war eine Zusammenfassung des ersten Bandes. Keine ausführliche, vielleicht nur einige Gedanken, die sich der Goyl-König macht. So ist es sehr schwer, in das Geschehen hineinzufinden. Obwohl es erst ein paar Wochen her ist, seit ich den ersten Band gelesen habe.

Die Handlung des zweiten Bandes unterscheidet sich etwas von der des ersten. Dieses Mal ist es Jacobs Aufgabe, Herz, Hand und Kopf eines verstorbenen Königs wiederzufinden.
Die Parallelen zum ersten Band sind jedoch nicht von der Hand zu weisen: Auch in diesem Band muss einer der Reckless-Brüder gerettet werden, das Ende ist wieder nicht sehr spektakulär.
Trotzdem ist das Buch anders aufgebaut, der Schreibstil der Autorin hat sich weiterentwickelt und sie lässt den Leser mehr an den Gefühlen und Gedanken von Jacob und Fuchs teilhaben. Ich finde es schön, dass der zweite Band der Reckless – Reihe auch einige Kapitel aus der Sicht von Fuchs beinhaltet und man so mehr über ihre Gefühle, Gedanken und Vergangenheit erfährt.

Die Idee ist mittelmäßig ausgearbeitet. Es kommen wieder die Grimmschen Märchen vor, allerlei Zauberwesen wie z.B. den Blaubart und magische Hexentränke und Flüche.
Mir haben manchmal die Details gefehlt, die die ganze Spiegelwelt lebendiger gestaltet hätten.
Ich hatte das Gefühl, dass außer dem Anfang und dem Schluss die ganze Handlung nur sehr wenig beschrieben wurde.

Ich als Leser konnte mich auch sehr wenig mit den Charakteren identifizieren. Jacob erscheint so unnahbar, seine eigentlichen Gefühle werden nie beschrieben. Fuchs ist da schon besser, sie wird auch wesentlich detaillierter beschrieben. Schade war, dass Clara und Will in diesem Band nur im zweiten Kapitel vorkamen. Ich hätte die beiden gerne wieder in der Spiegelwelt gesehen.
Die Beziehung zwischen Jacob und Fuchs verändert sich in diesem Band, die beiden müssen immer wieder gefährliche Situationen überstehen.
Einen Charakter gab es dann doch, die mich begeistert hat. Der Goyl und Schatzjäger Nerron. Sein Wesen strotzt nur so vor Hass auf Jacob und er ist sich zu nichts zu schade. Die Szenen, die aus seiner Sicht geschrieben wurden, beinhalteten auch einen gewissen Humor, der sonst im Buch leider fehlt.

Allgemein hat mir dieser zweite Band besser gefallen. Obwohl die Lösung der Problematik am Ende besser beschrieben und ausgeführt hätte werden können.
Ein Roman mit mittelmäßigen Charakteren, gutem Schreibstil und sehr viel Fantasie.


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Kommentare:

  1. Kann ich dich etwas fragen?
    Bleibt das Cover deines Buches so?
    Alles Liebe

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    1. Nein, es bleibt nicht so. Das ist nur ein vorläufiges Cover (eig. ist es ja nur ein Bild :D).
      Später, wenn ich das Buch mit der Lektorin nochmal korrigiere, wird für meinen Roman ein Cover angefertigt.

      Liebe Grüße
      Sophia

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