Samstag, 20. Juli 2013

[Rezension] Soul Beach - Frostiges Paradies

Titel: Soul Beach - Frostiges Paradies
Autor: Kate Harrison
Verlag: Loewe
Preis: 17. 95

Emails von Toten - ein schlechter Scherz. So denkt auch Alice, als sie eine Mail ihrer verstorbenen Schwester bekommt. Als Alice dann jedoch eine Einladung auf die Website soulbeach.org bekommt, entdeckt sie eine völlig andere Welt, abseits der Realität. Dort, im Strandparadies, soll ihre Schwester Megan festsitzen.
Aber je mehr Alice erfährt, desto mehr Fragen hat sie. Wieso sind in Soul Beach alle tot? Wieso herrschen dort so strenge Regeln? Und wer hat Megan umgebracht? Jeder könnte das nächste Opfer sein - auch Alice selbst.


Das Buch stand schon sehr lange auf meiner Wunschliste. Und jetzt, da ich es habe, muss ich sagen, bin ich begeistert.

Die Aufmachung des Buches an sich ist sehr gut, die Umschlagsgestaltung passt sowohl farblich als auch wegen des Motives sehr gut zum Inhalt.
Der Klappentext verrät noch nicht sehr viel, der Einstieg in das Buch kommt sehr plötzlich.
Da wäre zuerst einmal der Anfang. Die andere Schrift lässt darauf deuten, dass es sich nicht um Alice handelt, die erzählt. Ich war zunächst verwirrt, dann aber auch neugierig, was es mit den Worten auf sich hat.

Und dann, das erste Kapitel.
Alice erhält die erste Email von ihrer toten Schwester Meggie. Ich war überrascht, wie leicht mir das Lesen fiel. Der Schreibstil der Autorin ist wunderbar locker, der Jugendsprache von Alice angepasst. Der Leser wird sofort gefesselt von der spannenden Handlung, immer mit dem Ziel, endlich etwas über das mysteriöse Soul Beach zu lesen.

Die Idee erinnert mich ein wenig an Erebos von Ursula Poznanski. Ein „Computerspiel“, das zur Sucht wird. Trotzdem unterscheidet sich Soul Beach in vielen Dingen von Erebos. Soul Beach kann man nur mit einer Einladung betreten, Soul Beach ist so etwas wie der Wartebereich von Himmel und/oder Hölle.
Das hat mich begeistert, auch, weil Soul Beach richtig gut beschrieben wurde. Man kann sich dieses Paradies sehr gut vorstellen, die Spannung wurde immer aufrecht gehalten. Auch der berühmte rote Faden fehlt in diesem Buch nicht.
In der Handlung geht es eigentlich darum, Meggies Mordfall aufzuklären. Trotzdem wird das eigentliche Ziel oft aus den Augen verloren. Alice muss immer wieder Nebenhandlungen aufklären und das stört ein wenig den Lesefluss.

Die Charaktere sind sehr schön ausgearbeitet, jedes kleinste Detail stimmt. Zumindest bei den Hauptpersonen und den Personen im realen Leben.
Alice‘ Mum und Dad werden nur am Rande beschrieben und auch die Jugendlichen in Soul Beach werden immer perfekt genannt, aber nicht näher beschrieben.
Die Liebesgeschichte, die sich nach hunderten von Seiten entwickelt, kann ich auch nicht wirklich nachvollziehen. Klar, es wird eine schwierige Beziehung werden, aber trotzdem fehlen mir die üblichen Gefühle von Verliebten. Vor allem Alice lässt die Liebe ziemlich kalt.

Der Cliffhänger am Ende ist ziemlich fies, regt aber auch zum Weiterlese an. Natürlich auch, weil der Mord an Meggie immer noch nicht aufgeklärt ist.
Was mich irritiert hat, sind die Passagen im Roman, die zu keinem Kapitel gehören. Meist ist es nur eine Seite mit den Gedanken einer Person. Da frage ich mich, ob es Gedanken von Meggies Mörder sind.


Alles in allem ein sehr gutes Buch mit starker, nachvollziehbarer Handlung und gut ausgearbeiteten Personen.




Vielen Dank an
und 
für die Bereitstellung des Leseexemplars.

Kommentare:

  1. Hey Sophia!

    Danke für den Hinweis zu deiner Rezension ^^
    4 von 5 Punkten hört sich echt nicht schlecht an, das Buch wird ja auch von so ziemlich jedem gelobt. Ich bin mittlerweile auch verdammt neugierig und eventuell werde ich mir das Buch nächste Woche holen, mal schauen =)

    Liebe Grüße,
    Jenny

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    1. Kein Problem :)
      Das Buch lohnt sich echt.

      Liebe Grüße
      Sophia

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