Dienstag, 27. August 2013

[Rezension] Göttlich verloren

Titel: Göttlich verloren
Autor: Josephine Angelini
Verlag: Dressler
Preis: 19. 95

Helen steht vor einer schier unlösbaren Aufgabe: Sie muss den Rachefeldzug der Furien beenden, der wie ein Fluch auf der Familie lastet. Gleichzeitig soll sie sich von Lukas fernhalten, denn ihre Liebe darf nicht sein.
Hilfe bekommt Helen von dem mysteriösen Halbgott Orion, der Gefühle für sie zu hegen scheint. Und dann erscheint auch noch ein neuer Feind, der alle Häuser Scions vereinen will – und damit einen neuen Trojanischen Krieg heraufbeschwört.




Nachdem ich mich mit dem ersten Band sehr abmühen musste, beginne ich jetzt den zweiten. Das Cover gefällt mir sehr gut, die Farben sind sehr stimmungsvoll und passen auch zum Inhalt des Buches. Auch, dass auf kleine Einzelheiten wie die Emblems an den Seitenrändern geachtet wurde, gefällt mir sehr.

Der Einstieg kommt sehr plötzlich, das Buch bindet fast nahtlos an den vorgerigen Band an. Da es schon eine Weile her ist, seit ich den ersten Band gelesen habe, hätte ich mir am Anfang eine Zusammenfassung gewünscht.
Der Schreibstil ist wie gewohnt sehr leicht zu lesen und in der Jugendsprache verfasst.
Trotzdem fällt eine deutliche Veränderung zum ersten Band auf, aber dazu später mehr.

Die Handlung ist klar strukturiert, allerdings fehlen mir ab und zu kleine Nebenhandlungen, die sich nicht mit der Haupthandlungen beschäftigen.
Das Buch ist sehr unvorhersehbar, der Leser ist immer wieder überrascht, wie viele verschiedenen Szenen und Facetten die Autorin in dieses Buch eingebracht hat.

Die Charaktere haben sich in diesem Band sehr verändert.
Helen als Protagonistin ist mir ans Herz gewachsen, denn sie erscheint so viel menschlicher als im ersten Band. Auch ihre Beziehung zu Lukas wird viel authentischer dargestellt.
Orion dagegen ist mir ein Rätsel. Er wird sehr detailliert beschrieben, seine Hintergrundgeschichte erläutert, und trotzdem weiß ich nur sehr wenig über ihn.
Die einzelnen Hintergrundgeschichten aller Charaktere werden sehr genau beschrieben und sind auch sehr genau überlegt. Mir haben aber die Gefühle und Gedanken der Personen gefehlt, ihre Verwirrtheit.

Die Idee mit den Halbgöttern wurde sehr gut weitergeführt und ich finde es gut, dass das Buch sehr viel in der Unterwelt spielt.
Das Buch ist sehr gut recherchiert, alle Geschichten der Götter wurden miteingebaut.
Auch das Ende ist sehr gut, allerdings ein wenig zu kurz.

Was mir an dem zweiten Teil der Göttlich-Trilogie nicht gefällt, sind die Beschreibungen der Umgebungen. Und auch Helens Handlungen werden viel zu wenig beschrieben.
Es sind noch viele Fragen offen, die hoffentlich im letzten Band geklärt werden.


Eine würdige Fortsetzung mit einer authentischen Protagonistin und eine genialen Idee.


Weitere Bände:

- Göttlich verdammt
- Göttlich verliebt

[Rezension] Das Schlangenschwert

Titel: Das Schlangenschwert
Autor: Sergej Lukianenko
Verlag: Beltz & Gelberg
Preis: /

Der 13-jährige Tikki entkommt seinem Heimatplaneten, indem er als Modul auf einem Raumschiff mitfliegt. Doch auf Neu-Kuweit ist nicht alles so schön, wie es auf den ersten Moment scheint. Tikki wird in eine Verschwörung der Präsidentin Inna Snow verwickelt und kommt mit den Phagen in Kontakt. Diese wollen verhindern, dass Snow aus den menschen willenlose Sklaven macht.
Doch als sie Tikki als Kundschafter aussenden, kommen ihm Zweifel.
Wird er als Köder benutzt? Und auf welcher Seite steht er?



Das Cover ist sehr unscheinbar, sehr schlicht und ich denke, das Buch findet nur wenig Beachtung.
Die Geschichte steigt nicht zu schnell ein, der Leser bekommt zuerst einen Überblick über die Situation in dem Buch und die Welt.
Der Anfang ist traurig, trotzdem sehr interessant, denn der Autor schreibt etwas über Tikkis Vergangenheit und damit kann sich der Leser die späteren Handlungen des Hauptcharakters besser vorstellen und auch verstehen.

Der Schreibstil ist sehr detailliert, die Beschreibungen sehr präzise. Trotz der Lockerheit ist immer Spannung vorhanden.
Die Handlung ist übersichtlich aufgebaut und das eigentliche Ziel wird nicht aus den Augen verloren. Sie entwickelt sich sehr langsam und trotzdem ist man immer wieder überrascht, was als nächstes kommt.

Die Charaktere sind ein Meisterstück. Trotz der wenigen Informationen sind sie dem Leser sofort sympathisch und das bezieht auch die Nebencharaktere mit ein. Denn auch die Nebencharaktere sind mit sehr viel Präzision gefertigt und haben alle ihre eigene Geschichte.
Der Leser bekommt die Entwicklung der einzelnen Charaktere zu sehen, was sehr gelungen ist.

Die Idee ist neu, obwohl es  Science Fiction ist. Eine ferne Zukunft, verschiedene Planeten sind bewohnt.
Die Welt, in der die Protagonisten leben, werden sehr präzise beschrieben und die Wirtschaft, die Herrschaftssysteme und allgemein die Planeten werden sehr authentisch dargestellt.
Verschiedene Gegenstände und auch Personen wie die Rasse der Phagen oder auch das Schlangenschwert passen sehr gut zum Setting des Buches.

Der Autor denkt über viele Umwege und es entstehen immer wieder neue Handlungsstränge.
Auch das Ende ist sehr überraschend und auch emotional. Es ist lang genug und die Auflösung der Problematik gefällt mir sehr gut.

Leider sind manche Szenen zu lang beschrieben, da hätte sich der Autor etwas kürzer fassen können. Auch die teilweise fehlenden Gefühle einzelner Personen stören ein wenig.

Das Buch ist ein Geheimtipp für alle Science Fiction Fans, da es sich durch eine seht detaillierte und authentische Handlung auszeichnet.




Sonntag, 25. August 2013

[News] Urlaub, Bücher und mehr

Bonjour tout le monde!

Ja, ich bin zurück, aus dem fernen Frankreich. Die Côte d'Azur war einfach traumhaft. Was gibt es schöneres als Sonne, Strand und Meer?
Auf jeden Fall war die Woche so schnell um und ich wollte am Liebsten noch dableiben. Hier ein paar Impressionen :)






Na, neidisch?

Und dann, als ich heimgekommen bin (gestern so ungefähr um Mitternacht, hundemüde), habe ich ein Paket gesehen. Für mich!

Also habe ich es aufgemacht und das gesehen:




Ich habe bei einem Gewinnspiel gewonnen und dieses Buchpaket zugeschickt bekommen.
Die liebe fireez hat übrigens einen superschönen Blog. Schaut doch mal vorbei :)

Der letzte Engel von Zoran Dryenkar              - sorry für die schlechte nachricht                    wenn du aufwachst, wirst du tot sein             wir wollten nur, dass du das weißt -          Ein mieser Scherz denkt Motte, als er die Email zum ersten Mal liest. Aber dann hört sein Herz auf zu schlagen, er fühlt keinen Puls. Stattdessen hat es zwei Flügel auf dem Rücken ...
Ich freue mich echt schon wahnsinnig auf das Buch, da das Cover auch so wunderschön ist.
Vor dem Urlaub habe ich auch noch ein Buch gekauft, es aber noch nicht vorgestellt.

Himmelsauge von Melissa Fairchild                 Er hat sein Gedächtnis verloren, seine Wunden heilen in übernatürlicher Geschwindigkeit. Auf der Flucht bekommt er es mit einem mächtigen Gegner zu tun und erhält nur Hilfe von Hannah - und den magischen Bewohnern in der Unterwelt von London ...
Außerdem hat sich die Lektorin des Verlages gemeldet.
Mein Buch Mitternachtssonne ist derzeit im Lektorat.
Ich schätze mal, ich muss über die Hälfte des Buches überarbeiten :)

Was habe ich im Urlaub gelesen?
Ich habe mir drei Bücher mitgenommen, für eine Woche. Trotzdem waren es zu wenig und ich hätte mir eines mehr mitnehmen können.
Die Rezensionen wurden am Strand geschrieben, sind auch nicht übermäßig lang. Ich hoffe, sie gefallen euch trotzdem:

Young Sherlock Holmes - Das Leben ist tödlich                                3/5 Federn
Die fünf Tore - Todeskreis                                                                3/5 Federm
Die fünf Tore - Teufelsstern                                                               4/5 Federn

~Sophia
  
                                         



[Rezension] Die fünf Tore - Teufelsstern

Titel: Die fünf Tore - Teufelsstern
Autor: Anthony Horowitz
Verlag: Loewe
Preis: 8. 95

Matt befindet sich am peruanischen Flughafen, als plötzlich Schüsse die Stille durchbrechen. Er rennt um sein Leben, in einem fremden Land, mit einem gefälschtem Ausweis. 
Und sein Feind wird immer mächtiger.









Am Anfang gibt es einen kurzen Rückblick zum vorherigen Band, damit der Leser besser einsteigen kann.
Dann beginnt der Prolog – mit einer Szene, die eigentlich nicht so richtig zum Buch passt. Trotzdem wird die Neugier des Lesers geweckt und man möchte weiterlesen.

Das erste Kapitel ist dann aus der Sicht von Matts Tante.
Ein Kapitel aus ihrer Sicht habe ich mir schon im ersten Band gewünscht und die Umsetzung ist einfach grandios gelungen. Auch die Macht der Alten wird in diesem Kapitel demonstriert und als Leser fragt man sich, wie es wohl weitergehen wird.
Es werden, als Nebeninformationen eingeschleust, die Ereignisse zwischen den zwei Bänden geschildert, was sehr gut gelungen ist.

Der Schreibstil des Autors hat sich sehr verbessert. Alles Unwichtige wurde weggelassen, die spannenden Szenen waren nicht zu detailliert beschrieben und der Autor hat sich wirklich auf das Wichtigste konzentriert.
Auch die historischen Ereignisse, die immer wieder eingebaut waren, wurden genau recherchiert und bringen so Abwechslung in die Handlung.

Matts Charakter hat sich sehr verändert. Er zeigt mehr Gefühle und seine Handlungen werden mehr beschrieben.
Pedro – der zweite Torwächter – ist sehr still und wird wenig beschrieben.
Das kann auch daran liegen, dass er und Matt sich nur wenig verständigen können, trotzdem hätte der Autor Pedro etwas mehr beschreiben können. Aber das wird sich sicher noch ändern.

Die Handlung hat sich weiterentwickelt und es werden immer wieder Szenen aus dem ersten Band aufgegriffen.
Dieser Band glänzt durch seine vielen Ortswechsel und sehr gute Ortsbeschreibungen.
Durch viele unerwartete Wendungen wird der Leser immer wieder überrascht und zum Weiterlesen angeregt.

Eine sehr starke Fortsetzung mit guter Idee und sehr genauem Schreibstil. Unbedingt empfehlenswert.


Weitere Bände:


- Die fünf Tore - Schattenmacht



[Rezension] Die fünf Tore - Todeskreis

Titel: Die fünf Tore - Todeskreis
Autor: Anthony Horowitz
Verlag: Loewe
Preis: 8. 95

Immer wieder hat Matt denselben Traum: Drei Jungen und ein Mädchen rufen um Hilfe. Oder ist es eine Warnung?
Matt muss fliehen - und das, bevor er Opfer einer Verschwörung wird.











Das Cover ist sehr schlicht und ausdruckslos und auch der Klappentext verrät wenig.
Nach den ersten Seiten ist dem Leser vermeintlich klar, in welche Richtung das Buch geht: Hexengeschichte.
Die radikale Wende am Ende des Buches kommt daher noch überraschender.

Die am Anfang relativ harmlosen Ereignisse steigern sich mit jeder Seite und der lockere und leicht zu lesende Schreibstil unterstützt die Spannung hervorragend.
Die Handlung ist sehr komplex und dennoch genau durchdacht. Der rote Faden geht nie verloren. Allerdings finden die Geschehnisse an immer denselben Orten statt. Einige Ortswechsel und unerwartete Wendungen wären nicht schlecht gewesen.

Matt als Protagonist ist sehr schwer zu durchschauen. Seine Gedanken und Gefühle werden nur am Rande erwähnt, trotz detaillierter Beschreibung des Aussehens ist es nicht leicht, ihn einzuschätzen.
Die Hintergrundinformationen des Buches sind sehr genau und bis ins kleinste Detail beschrieben, um jede Person wird eine eigene, kleine Geschichte aufgebaut.

Die Idee mit den fünf Toren und Torhütern ist einzigartig. Mir hat es Spaß gemacht zu lesen, wie Matt immer mehr von den Alten und dem Nexus erfährt und seine Gabe einsetzt.
Trotzdem finde ich, dass die Geheimnisse der Tore viel zu knapp beschrieben sind.
Man erfährt zwar die grundlegenden Informationen, dennoch sind viele Sachen noch ungeklärt und werden zu wenig beschrieben.

Auch das Ende kommt sehr plötzlich und ist sehr distanziert beschrieben. Matts Gefühle fehlen, seine Überraschung.
Auch die Spannung geht hier leider etwas verloren.

Trotzdem ein gelungener Auftakt der Reihe trotz einiger Schwächen. Mit sehr viel Liebe zum Detail.


Weitere Bände:

- Die fünf Tore - Schattenmacht



[Rezension] Young Sherlock Holmes - Das Leben ist tödlich

Titel: Young Sherlock Holmes - Das Leben ist tödlich
Autor: Andrew Lane
Verlag: FJB-Verlag
Preis: 8. 99

Verbrechen, die das ganze Land in Aufruhr versetzen, ein totgeglaubter Mörder, der sein Unwesen treibt.
Als ob der junge Sherlock Holmes nicht genug zu tun hätte, scheint sein Bruder in der Geschichte drinzuhängen.
Leben und Tod besitzt an dem Ort, zu dem Sherlock kommt, keinen Wert. Nur die Wahrheit ist unbezahlbar ...









Der markante Schriftzug des Titels lässt sofort erkennen, dass es sich bei dem Buch um den Teil einer Reihe handelt.
Der Einstieg ist spannend, hat nicht sofort etwas mit der Haupthandlung oder dem Klappentext zu tun und verwirrt den Leser.

Dann jedoch wird die Geschichte mit dem jungen Sherlock Holmes fortgeführt und der Leser befindet sich sofort in dessen Welt.
Der Schreibstil des Autors ist sehr detailliert, alles wurde sehr genau recherchiert (was auch im Nachwort noch einmal angesprochen wird).
Was mir allerdings aufgefallen ist, ist, dass der Klappentext fehlerhaft ist.
Dort wird Mycroft, Sherlocks Bruder, als Verräter beziehungsweise Mitwisser betitelt, was er im Buch allerdings gar nicht ist.

Die Charaktere haben sich im Gegensatz zum ersten Band sehr entwickelt, Sherlock ist erwachsener geworden und er denkt logischer und kombiniert schneller.
Leider rücken dabei seine Freunde Virginia und Matty vollkommen in den Hintergrund, sie sind zwar immer dabei, ihre Handlungen werden allerdings nur selten beschrieben.

Der rote Faden der Handlung ist klar erkennbar und trotz relativ vieler Nebenhandlungen/–infos werden diese immer wieder aufgegriffen und weiter mit der Geschichte verknüpft.
Die verschiedenen Szenen, die der Autor beschreibt, sind sehr gut miteinander verbunden und es kommt immer wieder zu unerwarteten Wendungen in der Geschichte.

Allerdings sind manche spannenden Stellen zu knapp, andere – langweiligere – Stellen zu viel beschrieben.
Außerdem muss für die Haupthandlung sehr weit ausgeholt werden und sie ist nicht immer authentisch.

Trotzdem ein sehr gelungener Roman, der spannend geschrieben ist aber dessen Charaktere meist sehr oberflächlich sind. Die gut recherchierte Handlung stellt den Bezug zu den späteren Sherlock Holmes Romanen her.


Weitere Bände:

- Young Sherlock Homes - Der Tod liegt in der Luft










Mittwoch, 14. August 2013

[Rezension] ABGRUND

Titel: ABGRUND
Autoren: Roderick Gordon, Brian Williams
Verlag: Arena
Preis: 19. 95

Wills Reise geht weiter - er ist gefangen im Erdinneren, immer auf der Flucht vor den Styx. Trotz allen Gefahren kann ihn und seine neuen Freunde Chester und Cal nichts aufhalten, nach seinem verschollenen Vater zu suchen- 
Doch als die drei dem rätselhaften Drake und seiner Gefährtin Elliot begegnen, nehmen die Ereignisse ihren Lauf und führen sie in einen Abgrund, der tiefer ist als alles, was sie sich bisher vorstellen konnten.





Abgrund ist genauso wie Tunnel ein sehr komplexes Buch.
Die Gestaltung ist dieselbe, die metallenen Buchstaben auf dem Cover.
Auch die Farben rot und gelb passen sowohl zum Inhalt als auch zum Titel.

Das Buch beginnt dort, wo der vorherige Band aufgehört hat.
Allerdings ist das erste Kapitel aus der Sicht einer neuen Person, Will und Cals Mutter.
Der zweite Band der Trilogie spielt fast ausschließlich unter der Erde, was ich sehr gut finde. So kann sich der Leser diese zweite Welt sehr genau vorstellen und sich in ihr verliere.

Die Handlung ist, wie schon gesagt, sehr komplex. Die Kapitel werden nicht nur aus Wills sondern auch aus anderen Sichten geschrieben. Da wäre einmal Wills Vater, seine Mutter und Adoptivmutter.  Und natürlich auch aus der Sicht der Bösen.
Überraschenderweise konnte ich eine klare Trennlinie ziehen und habe die verschiedenen Handlungen nicht miteinander vermischt.
Auch in diesem Band ist überall Spannung vorhanden, jede einzelne Situation ist energiegeladen. Und obwohl die Handlung einem klaren Verlauf folgt, wurde ich immer wieder mit neuen Handlungssträngen überrascht.
Leider wird oft das eigentliche Ziel, Wills Vater zu retten, aus den Augen verloren.

Die Charaktere sind wie gewohnt sehr gut ausgearbeitet. Will, Cal und Chester, die schon aus dem vorherigen Band bekannt sind, werden zwar hin und wieder beschrieben, aber nicht übermäßig. Die neuen Charaktere dafür umso mehr.
Die Autoren sparen nicht mit Adjektiven oder Verben und bringen die Aussagen der Charaktere immer klar auf den Punkt.
Auch die Unterschiede der vielen Personen werden sehr deutlich.
Elliot und Drake – zwei Ausgestoßene – sind wie Feuer und Wasser, und passen dennoch sehr gut zusammen.
Auch die Entwicklung der Charaktere allgemein war sehr gut. Will verändert sich am meisten, er muss mit vielen Verlusten klarkommen. Aber auch Chester und Cal verändern sich sehr – und damit auch ihre Freundschaft.

Der Schreibstil ist locker und leicht zu lesen.
Zu bemängeln habe ich die  Beschreibungen der Umgebungen und die leichte Eintönigkeit, die hin und wieder einkehrt.
Im Großen und Ganzen kann ich mir diese Welt unter London vorstellen, aber gerade bei diesen Killerpflanzen oder der „Hausmilbe“ (Leser wissen, was gemeint ist) hätte ich mir viel mehr Details gewünscht.

Das Ende ist sehr fies, es sterben gleich mehrere Charaktere auf einmal. Und der Cliffhänger macht es natürlich noch spannender. Was passiert also im nächsten und finalen Band? Ich freue mich sehr, wenn ich ihn lesen kann.


Allgemein ein sehr guter Folgeband, der mit seinen starken Charakteren glänzt, dem aber kleine Details fehlen.

Weitere Bände:

Freitag, 9. August 2013

[News] Ein Bericht ... von dem ich nichts wusste

So etwas wie heute ist mir noch nie passiert :)
Ein glücklicher Zufall kann ich nur sagen.
Da sitze ich nichtsahnend am Tisch und esse, als mein Vater plötzlich sagt: "Du kommst in der Kirchenzeitung!"
Ich reiße ihm das Heftchen (es ist natürlich keine Zeitung :D) aus der Hand und tatsächlich.


Und dann, nachdem ich den ersten Schock überwunden habe, habe ich mich erinnert. 
Vor einigen Monaten wurde mir seitens der Kirche vorgeschlagen, mein Buch im Kirchenheftchen "perspektiven" zu erwähnen.
Ich habe natürlich zugestimmt, ein paar Informationen weitergeleitet, es dann aber mit der Zeit vergessen.

Die Überraschung ist für mich jetzt natürlich umso größer :) 
Die 150 Vorbestellungen habe ich jetzt schon zusammen, aber das macht ja nichts.
Da sieht man wieder mal, wie schusselig ich bin.

~Sophia

Donnerstag, 8. August 2013

[Neue Bücher] Ich konnte nicht widerstehen ...

... und habe mir wieder drei Bücher gekauft.
Das Stück 3. 99€.
Young Sherlock Holmes 2 wollte ich unbedingt und konnte es kaum glauben, als ich es auf dem Stapel liegen sah.
Never Knowing und Wirbelsturm sind zwei Thriller, der erste Teil von Wirbelsturm wird auch noch gekauft.


Young Sherlock Holmes - Das Leben ist tödlich von Andrew Lane
Verbrechen, die das ganze Land in Aufruhr versetzen, ein totgeglaubter Mörder, der sein Unwesen treibt.
Als ob der junge Sherlock Holmes nicht genug zu tun hätte, scheint sein Bruder in der Geschichte drinzuhängen.
Leben und Tod besitzt an dem Ort, zu dem Sherlock kommt, keinen Wert. Nur die Wahrheit ist unbezahlbar ...









 Never Knowing - Endlose Angst von Chevy Stevens
Sarah ist ein Adoptivkind - ihre wahren Eltern sind ihr unbekannt. Als sie ihre eigene Hochzeit plant, macht sie sich auf die Suche.
Doch ihre Mutter verweigert jeden Kontakt und bald erfährt Sarah auch wieso: Ihr Vater ist ein Serienmörder.
Sie fragt sich, ob sie vielleicht mehr von ihm geerbt hat, als sie selbst weiß.
Und was schlimmer ist: Dass sie von ihrem Vater weiß, oder dass der Killer von ihr weiß ...
Wirbelsturm von David Klass
Der Kampf gegen die Dunkle Armee ist vorerst gewonnen, doch Jacks Leben hat sich für immer verändert.
Seine Eltern sind tot, seine Freunde verschwunden. Seine Freundin P.J. verschleppt.
Und der Anführer der Dunklen Armee hohlt erneut zum vernichtenden Schlag aus und will dieses Mal den Regenwald zerstören.









Kennt ihr die Bücher? Und wenn ja, wie fandet ihr sie?

Ich selbst bin sehr gespannt, wie mir die Bücher gefallen.

~Sophia




[Rezension] TUNNEL - Das Licht der Finsternis

Titel: TUNNEL - Das Licht der Finsternis
Autoren: Roderick Gordon, Brian Williams
Verlag: Arena
Preis: 17. 95

Wills Vater ist verschollen - von einem Tag auf den anderen. Und Will hat nur ein Ziel: Er muss seinen Vater retten und ihm in die Tiefe folgen.
Zusammen mit seinem Freund Chester beginnt er zu graben und macht dabei eine ungeheuerliche Entdeckung: Unter London befindet sich eine weitere Stadt, verborgen in der Dunkelheit. 
Und die Styx erwarten sie bereits.
Denn kein Übergrundler darf die Kolonie ungestraft betreten und lebend wieder verlassen.


Das Cover des Romans ist einzigartig, denn die Buchstaben leuchten im Dunkeln. Die eiserne Schrift des Titels passt zum Inhalt des Buches.
Der Einstieg ist relativ harmlos. Will und sein Vater Dr. Burrows erforschen einen Tunnel.
Der Leser wird langsam in die Handlung eingeführt, nach und nach kommen mehr Personen hinzu, mit denen man sich auseinandersetzen kann.

Der Schreibstil ist sehr flüssig, der weder zu viel, noch zu wenig beschreibt.
Die Nebeninformationen, die es reichlich gibt, wurden von mir gar nicht als solche wahrgenommen, denn sie sind sehr gut in die Handlung eingebaut. Schon nach einigen Seiten war ich fasziniert und wollte unbedingt wissen, wie das Abenteuer weitergeht.

Ich liebe die Charaktere. Der Protagonist Will ist sehr authentisch beschrieben, seine Handlungen und Überzeugungen sind logisch und für den Leser klar verständlich.
Chester, Wills bester Freund, ist das genaue Gegenteil von Will. Trotzdem ergänzen sich die beiden perfekt und sind füreinander da, wenn es hart auf hart kommt.

Die Idee des Romans ist fantastisch. Die Kombination der Archäologie bzw. den Grabungen und dem Volk, das unter der Erde lebt, ist mir neu und wurde sehr gut umgesetzt.
Der Roman spielt sowohl über der Erde, in Übergrund, als auch unter der Erde.
Dass das Buch in London spielt, hat mich überrascht, denn dies wird zwar immer wieder als Nebeninformation gesagt, ich habe dies aber erst nach einigen Malen realisiert.
Die Handlungsorte sind fantastisch, der Fantasie der Autoren war keine Grenzen gesetzt und die beiden haben sie sinnvoll genutzt.
Auch die „Regierung“ in den Tunneln ist sehr gut beschrieben und der Leser kann sich die Unterdrückung sehr gut vorstellen. Trotzdem hätte ich mir mehr Informationen über die Bösen, die sogenannten Styx, gewünscht.

Die Handlung ist klar strukturiert, Spannung ist immer vorhanden.
Trotzdem wird der Leser immer wieder von den Reaktionen oder Handlungen der Charaktere überrascht, da nichts voraussehbar ist.
Die Autoren haben auch einige fiese, unerwartete Überraschungen eingebaut, wo ich gedacht habe: Wie schaffen die das nur?
Denn ich hatte keine Ahnung.

Das Ende ist gut, denn obwohl es einen Folgeband gibt, ist etwas wie ein finaler Kampf eingebaut.
Es lädt zum Weiterlesen ein und ich bin gespannt, wie Wills Abenteuer weitergeht. Denn in diesem Band bleiben sehr viele Fragen offen, die hoffentlich bald geklärt werden.


Ein spannender Roman mit ausgearbeiteten Charakteren und klar strukturierter Handlung. Wer Abenteuerromane mag, ist hier richtig.


Weitere Bände: