Mittwoch, 14. August 2013

[Rezension] ABGRUND

Titel: ABGRUND
Autoren: Roderick Gordon, Brian Williams
Verlag: Arena
Preis: 19. 95

Wills Reise geht weiter - er ist gefangen im Erdinneren, immer auf der Flucht vor den Styx. Trotz allen Gefahren kann ihn und seine neuen Freunde Chester und Cal nichts aufhalten, nach seinem verschollenen Vater zu suchen- 
Doch als die drei dem rätselhaften Drake und seiner Gefährtin Elliot begegnen, nehmen die Ereignisse ihren Lauf und führen sie in einen Abgrund, der tiefer ist als alles, was sie sich bisher vorstellen konnten.





Abgrund ist genauso wie Tunnel ein sehr komplexes Buch.
Die Gestaltung ist dieselbe, die metallenen Buchstaben auf dem Cover.
Auch die Farben rot und gelb passen sowohl zum Inhalt als auch zum Titel.

Das Buch beginnt dort, wo der vorherige Band aufgehört hat.
Allerdings ist das erste Kapitel aus der Sicht einer neuen Person, Will und Cals Mutter.
Der zweite Band der Trilogie spielt fast ausschließlich unter der Erde, was ich sehr gut finde. So kann sich der Leser diese zweite Welt sehr genau vorstellen und sich in ihr verliere.

Die Handlung ist, wie schon gesagt, sehr komplex. Die Kapitel werden nicht nur aus Wills sondern auch aus anderen Sichten geschrieben. Da wäre einmal Wills Vater, seine Mutter und Adoptivmutter.  Und natürlich auch aus der Sicht der Bösen.
Überraschenderweise konnte ich eine klare Trennlinie ziehen und habe die verschiedenen Handlungen nicht miteinander vermischt.
Auch in diesem Band ist überall Spannung vorhanden, jede einzelne Situation ist energiegeladen. Und obwohl die Handlung einem klaren Verlauf folgt, wurde ich immer wieder mit neuen Handlungssträngen überrascht.
Leider wird oft das eigentliche Ziel, Wills Vater zu retten, aus den Augen verloren.

Die Charaktere sind wie gewohnt sehr gut ausgearbeitet. Will, Cal und Chester, die schon aus dem vorherigen Band bekannt sind, werden zwar hin und wieder beschrieben, aber nicht übermäßig. Die neuen Charaktere dafür umso mehr.
Die Autoren sparen nicht mit Adjektiven oder Verben und bringen die Aussagen der Charaktere immer klar auf den Punkt.
Auch die Unterschiede der vielen Personen werden sehr deutlich.
Elliot und Drake – zwei Ausgestoßene – sind wie Feuer und Wasser, und passen dennoch sehr gut zusammen.
Auch die Entwicklung der Charaktere allgemein war sehr gut. Will verändert sich am meisten, er muss mit vielen Verlusten klarkommen. Aber auch Chester und Cal verändern sich sehr – und damit auch ihre Freundschaft.

Der Schreibstil ist locker und leicht zu lesen.
Zu bemängeln habe ich die  Beschreibungen der Umgebungen und die leichte Eintönigkeit, die hin und wieder einkehrt.
Im Großen und Ganzen kann ich mir diese Welt unter London vorstellen, aber gerade bei diesen Killerpflanzen oder der „Hausmilbe“ (Leser wissen, was gemeint ist) hätte ich mir viel mehr Details gewünscht.

Das Ende ist sehr fies, es sterben gleich mehrere Charaktere auf einmal. Und der Cliffhänger macht es natürlich noch spannender. Was passiert also im nächsten und finalen Band? Ich freue mich sehr, wenn ich ihn lesen kann.


Allgemein ein sehr guter Folgeband, der mit seinen starken Charakteren glänzt, dem aber kleine Details fehlen.

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