Dienstag, 27. August 2013

[Rezension] Das Schlangenschwert

Titel: Das Schlangenschwert
Autor: Sergej Lukianenko
Verlag: Beltz & Gelberg
Preis: /

Der 13-jährige Tikki entkommt seinem Heimatplaneten, indem er als Modul auf einem Raumschiff mitfliegt. Doch auf Neu-Kuweit ist nicht alles so schön, wie es auf den ersten Moment scheint. Tikki wird in eine Verschwörung der Präsidentin Inna Snow verwickelt und kommt mit den Phagen in Kontakt. Diese wollen verhindern, dass Snow aus den menschen willenlose Sklaven macht.
Doch als sie Tikki als Kundschafter aussenden, kommen ihm Zweifel.
Wird er als Köder benutzt? Und auf welcher Seite steht er?



Das Cover ist sehr unscheinbar, sehr schlicht und ich denke, das Buch findet nur wenig Beachtung.
Die Geschichte steigt nicht zu schnell ein, der Leser bekommt zuerst einen Überblick über die Situation in dem Buch und die Welt.
Der Anfang ist traurig, trotzdem sehr interessant, denn der Autor schreibt etwas über Tikkis Vergangenheit und damit kann sich der Leser die späteren Handlungen des Hauptcharakters besser vorstellen und auch verstehen.

Der Schreibstil ist sehr detailliert, die Beschreibungen sehr präzise. Trotz der Lockerheit ist immer Spannung vorhanden.
Die Handlung ist übersichtlich aufgebaut und das eigentliche Ziel wird nicht aus den Augen verloren. Sie entwickelt sich sehr langsam und trotzdem ist man immer wieder überrascht, was als nächstes kommt.

Die Charaktere sind ein Meisterstück. Trotz der wenigen Informationen sind sie dem Leser sofort sympathisch und das bezieht auch die Nebencharaktere mit ein. Denn auch die Nebencharaktere sind mit sehr viel Präzision gefertigt und haben alle ihre eigene Geschichte.
Der Leser bekommt die Entwicklung der einzelnen Charaktere zu sehen, was sehr gelungen ist.

Die Idee ist neu, obwohl es  Science Fiction ist. Eine ferne Zukunft, verschiedene Planeten sind bewohnt.
Die Welt, in der die Protagonisten leben, werden sehr präzise beschrieben und die Wirtschaft, die Herrschaftssysteme und allgemein die Planeten werden sehr authentisch dargestellt.
Verschiedene Gegenstände und auch Personen wie die Rasse der Phagen oder auch das Schlangenschwert passen sehr gut zum Setting des Buches.

Der Autor denkt über viele Umwege und es entstehen immer wieder neue Handlungsstränge.
Auch das Ende ist sehr überraschend und auch emotional. Es ist lang genug und die Auflösung der Problematik gefällt mir sehr gut.

Leider sind manche Szenen zu lang beschrieben, da hätte sich der Autor etwas kürzer fassen können. Auch die teilweise fehlenden Gefühle einzelner Personen stören ein wenig.

Das Buch ist ein Geheimtipp für alle Science Fiction Fans, da es sich durch eine seht detaillierte und authentische Handlung auszeichnet.




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