Dienstag, 27. August 2013

[Rezension] Göttlich verloren

Titel: Göttlich verloren
Autor: Josephine Angelini
Verlag: Dressler
Preis: 19. 95

Helen steht vor einer schier unlösbaren Aufgabe: Sie muss den Rachefeldzug der Furien beenden, der wie ein Fluch auf der Familie lastet. Gleichzeitig soll sie sich von Lukas fernhalten, denn ihre Liebe darf nicht sein.
Hilfe bekommt Helen von dem mysteriösen Halbgott Orion, der Gefühle für sie zu hegen scheint. Und dann erscheint auch noch ein neuer Feind, der alle Häuser Scions vereinen will – und damit einen neuen Trojanischen Krieg heraufbeschwört.




Nachdem ich mich mit dem ersten Band sehr abmühen musste, beginne ich jetzt den zweiten. Das Cover gefällt mir sehr gut, die Farben sind sehr stimmungsvoll und passen auch zum Inhalt des Buches. Auch, dass auf kleine Einzelheiten wie die Emblems an den Seitenrändern geachtet wurde, gefällt mir sehr.

Der Einstieg kommt sehr plötzlich, das Buch bindet fast nahtlos an den vorgerigen Band an. Da es schon eine Weile her ist, seit ich den ersten Band gelesen habe, hätte ich mir am Anfang eine Zusammenfassung gewünscht.
Der Schreibstil ist wie gewohnt sehr leicht zu lesen und in der Jugendsprache verfasst.
Trotzdem fällt eine deutliche Veränderung zum ersten Band auf, aber dazu später mehr.

Die Handlung ist klar strukturiert, allerdings fehlen mir ab und zu kleine Nebenhandlungen, die sich nicht mit der Haupthandlungen beschäftigen.
Das Buch ist sehr unvorhersehbar, der Leser ist immer wieder überrascht, wie viele verschiedenen Szenen und Facetten die Autorin in dieses Buch eingebracht hat.

Die Charaktere haben sich in diesem Band sehr verändert.
Helen als Protagonistin ist mir ans Herz gewachsen, denn sie erscheint so viel menschlicher als im ersten Band. Auch ihre Beziehung zu Lukas wird viel authentischer dargestellt.
Orion dagegen ist mir ein Rätsel. Er wird sehr detailliert beschrieben, seine Hintergrundgeschichte erläutert, und trotzdem weiß ich nur sehr wenig über ihn.
Die einzelnen Hintergrundgeschichten aller Charaktere werden sehr genau beschrieben und sind auch sehr genau überlegt. Mir haben aber die Gefühle und Gedanken der Personen gefehlt, ihre Verwirrtheit.

Die Idee mit den Halbgöttern wurde sehr gut weitergeführt und ich finde es gut, dass das Buch sehr viel in der Unterwelt spielt.
Das Buch ist sehr gut recherchiert, alle Geschichten der Götter wurden miteingebaut.
Auch das Ende ist sehr gut, allerdings ein wenig zu kurz.

Was mir an dem zweiten Teil der Göttlich-Trilogie nicht gefällt, sind die Beschreibungen der Umgebungen. Und auch Helens Handlungen werden viel zu wenig beschrieben.
Es sind noch viele Fragen offen, die hoffentlich im letzten Band geklärt werden.


Eine würdige Fortsetzung mit einer authentischen Protagonistin und eine genialen Idee.


Weitere Bände:

- Göttlich verdammt
- Göttlich verliebt

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