Donnerstag, 8. August 2013

[Rezension] TUNNEL - Das Licht der Finsternis

Titel: TUNNEL - Das Licht der Finsternis
Autoren: Roderick Gordon, Brian Williams
Verlag: Arena
Preis: 17. 95

Wills Vater ist verschollen - von einem Tag auf den anderen. Und Will hat nur ein Ziel: Er muss seinen Vater retten und ihm in die Tiefe folgen.
Zusammen mit seinem Freund Chester beginnt er zu graben und macht dabei eine ungeheuerliche Entdeckung: Unter London befindet sich eine weitere Stadt, verborgen in der Dunkelheit. 
Und die Styx erwarten sie bereits.
Denn kein Übergrundler darf die Kolonie ungestraft betreten und lebend wieder verlassen.


Das Cover des Romans ist einzigartig, denn die Buchstaben leuchten im Dunkeln. Die eiserne Schrift des Titels passt zum Inhalt des Buches.
Der Einstieg ist relativ harmlos. Will und sein Vater Dr. Burrows erforschen einen Tunnel.
Der Leser wird langsam in die Handlung eingeführt, nach und nach kommen mehr Personen hinzu, mit denen man sich auseinandersetzen kann.

Der Schreibstil ist sehr flüssig, der weder zu viel, noch zu wenig beschreibt.
Die Nebeninformationen, die es reichlich gibt, wurden von mir gar nicht als solche wahrgenommen, denn sie sind sehr gut in die Handlung eingebaut. Schon nach einigen Seiten war ich fasziniert und wollte unbedingt wissen, wie das Abenteuer weitergeht.

Ich liebe die Charaktere. Der Protagonist Will ist sehr authentisch beschrieben, seine Handlungen und Überzeugungen sind logisch und für den Leser klar verständlich.
Chester, Wills bester Freund, ist das genaue Gegenteil von Will. Trotzdem ergänzen sich die beiden perfekt und sind füreinander da, wenn es hart auf hart kommt.

Die Idee des Romans ist fantastisch. Die Kombination der Archäologie bzw. den Grabungen und dem Volk, das unter der Erde lebt, ist mir neu und wurde sehr gut umgesetzt.
Der Roman spielt sowohl über der Erde, in Übergrund, als auch unter der Erde.
Dass das Buch in London spielt, hat mich überrascht, denn dies wird zwar immer wieder als Nebeninformation gesagt, ich habe dies aber erst nach einigen Malen realisiert.
Die Handlungsorte sind fantastisch, der Fantasie der Autoren war keine Grenzen gesetzt und die beiden haben sie sinnvoll genutzt.
Auch die „Regierung“ in den Tunneln ist sehr gut beschrieben und der Leser kann sich die Unterdrückung sehr gut vorstellen. Trotzdem hätte ich mir mehr Informationen über die Bösen, die sogenannten Styx, gewünscht.

Die Handlung ist klar strukturiert, Spannung ist immer vorhanden.
Trotzdem wird der Leser immer wieder von den Reaktionen oder Handlungen der Charaktere überrascht, da nichts voraussehbar ist.
Die Autoren haben auch einige fiese, unerwartete Überraschungen eingebaut, wo ich gedacht habe: Wie schaffen die das nur?
Denn ich hatte keine Ahnung.

Das Ende ist gut, denn obwohl es einen Folgeband gibt, ist etwas wie ein finaler Kampf eingebaut.
Es lädt zum Weiterlesen ein und ich bin gespannt, wie Wills Abenteuer weitergeht. Denn in diesem Band bleiben sehr viele Fragen offen, die hoffentlich bald geklärt werden.


Ein spannender Roman mit ausgearbeiteten Charakteren und klar strukturierter Handlung. Wer Abenteuerromane mag, ist hier richtig.


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Kommentare:

  1. Mir ist vor Kurzem aufgefallen, dass ich fast nur Bücher lese, in denen die Geschichte aus der Sicht von Mädchen oder Frauen geschrieben ist. Vielleicht sollte ich das mal ändern! Dieses Buch klingt gut.

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    1. Das ist bei mir aber auch eine Zeit lang so gewesen :)
      Ich hab keine Ahnung, ob es Zufall war oder mein Unterbewusstsein damit zu tun hatte.
      Es hat auf jeden Fall Spaß gemacht, mal wieder ein Buch aus der Sicht eines Jungen zu lesen :)

      Liebe Grüße
      Sophia

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