Sonntag, 15. September 2013

[Rezension] The Bad Tuesdays - Fremde Energie

Titel: The Bad Tuesdays - Fremde Energie
Autor: Benjamin J. Myors
Verlag: Verlag Freies Geistleben
Preis: 16. 90




Ab durch den Schlingschlund!

Chess, Box und Splinter werden der Verbogenen Symmetrie hinterhergeschickt, um nach den verschwundenen Kindern zu suchen.
Immer wieder kommt es zu Spannungen zwischen Chess und ihrem Bruder Splinter. Der zeigt ein auffälliges Interesse an der Technologie des Feindes, während sie herauszufinden versucht, wieso die Symmetrie hinter ihr her ist. Eine atemberaubende Verfolgungsjagd beginnt.


Das Cover des Romans ist sehr schlicht gehalten, trotzdem drücken die Farben sehr viel aus. Auch die Schriftart ist gut gewählt und die Ziegelsteine im Hintergrund geben dem ganzen ein gewisses Etwas.
The Bad Tuesdays 2 hat einen ganz eigenen Anfang, einen, der mit dem ersten Teil nicht viel gemein zu haben scheint. Die drei Geschwister Chess, Box und Splinter werden nochmals beschrieben und der Leser wird durch deren Gedanken und Erinnerungsfetzen an das herangeführt, was im ersten Teil passiert ist.
Während dieser, ich nenne es mal Einführung, ist dennoch Spannung vorhanden.

Der Handlungsverlauf ist sehr wirr, es ist keine klare Linie zu erkennen. Immer wieder wird die Handlung durch ein Ereignis komplett durcheinander geworfen. Die vielen Überraschungsmomente sorgen für ständige Abwechslung, sorgen aber auch dafür, dass die Handlung etwas planlos und sehr spontan wirkt.
Der Schreibstil von Herrn Myors ist sehr bildlich und dem Alter der Protagonisten und der Zielgruppe angepasst.

Die Protagonisten Chess, Box und Splinter sind dem Leser aus dem ersten Teil bekannt. Trotzdem werden sie noch einmal genau beschrieben.
Ihr Charakter verändert sich in diesem Band sehr, die Geschwister gehen in ihren Gedanken und Auffassungen auseinander und sind nie einer Meinung. Bei Splinter ist die Entwicklung am deutlichsten.
Durch Zankereien und Streitsituationen wirkt die Atmosphäre angespannt, allerdings gibt es den Dreien etwas von Normalität.
Obwohl die Nebenpersonen nur am Rande beschrieben werden, kann der Leser sich sein eigenes Bild machen. Auf die vom Autor neu erschaffenen Wesen z.B. die Hundemenschen wird sehr oft detailliert eingegangen.

Die Idee des zweiten Teiles ist fantastisch. Eine Verbogene Symmetrie, die Kinder raubt, Hundemenschen und fremde Planeten. Und dann natürlich noch die Zeitreisen.
Das Buch beinhaltet so viele fantastische Elemente, dass ich aus dem Schwärmen gar nicht mehr herauskomme.
Die Erwartungen, die ich seit dem ersten Teil und auch wegen des Klappentextes hatte, waren sehr hoch. Sie wurden allerdings mehr als übertroffen.


Ein Roman, der von Überraschungsmomenten lebt. Die Umsetzung der Idee ist sehr gut gelungen und die Charakterentwicklung ist deutlich zu sehen. Eindeutig eines meiner Lieblingsbücher.



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