Sonntag, 22. September 2013

[Rezension] Der Seelenfänger

Titel: Der Seelenfänger
Autor: Chris Moriarty
Verlag: Dressler
Preis: 16. 95

Sascha lebt im New York des 20. Jahrhunderts und ist etwas Besonderes. Denn er kann Magie sehen. Fortan arbeitet er als Ermittler für magische Angelegenheiten bei der Polizei und jagt bei seinem ersten Auftrag einen Dibbuk - eine Schattenseele.
Doch schon bald muss Sascha feststellen, dass alle Spuren zu seiner eigenen Familie führen und er muss sich entscheiden. 






Das Cover des Romans ist sehr aufwendig gestaltet und hat mich einfach magisch angezogen. Die Farben, das Auge und die Schrift passen so gut zusammen und lassen auf einen guten Fantasy Schmöker hoffen.
Der Leser wird sofort in das Geschehen hineingeworfen und benötigt einige Zeit, um sich an den Schreibstil der Autorin zu gewöhnen. Die vielen jüdischen Worte und Ausrufe am Anfang verwirren etwas, beim Weiterlesen stören sie allerdings überhaupt nicht mehr.

Die Handlung an sich ist klar strukturiert, es gibt einen roten Faden, der nie verloren geht.
Auch Überraschungsmomente kommen im Roman nicht zu kurz, auch wenn sie manchmal etwas besser ausgearbeitet hätten sein können.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr locker. Sie spricht von den Hauptpersonen, als ob sie sie im realen Leben kennen würde und das macht das Buch sehr sympathisch.

Die Charaktere an sich sind sehr gut ausgearbeitet. Sascha ist erst dreizehn und kann schon Magie sehen, bei Inspector Wolf trifft er auf Lilly, die aus einer anderen Welt zu kommen scheint.
Die witzigen Dialoge zwischen den beiden lockern die Stimmung immer wieder auf und ermuntern zum Weiterlesen. Die Beschreibungen allerdings kommen manchmal zu kurz. Es werden szenenweise die Kleidungsstücke der Protagonisten beschrieben, leider ist das aber nicht sehr aussagekräftig über das Aussehen der beiden.
Ihre Entwicklung während der Handlung hingegen ist sehr gut gemacht.

Die Idee mit dem Dibbuk und den eingearbeiteten jüdischen Elementen hat mir sehr gut gefallen. Das Buch an sich ist aber harte Kost und eher etwas für erfahrene Leser geeignet, da es an manchen Stellen seine Längen hat.
Die Schlüsselszenen am Anfang und Ende sind etwas zu wenig beschrieben, wohingegen andere Szenen wieder zu viel beschrieben werden.


Trotzdem hat mir das Buch sehr gefallen. Die Charaktere sind sehr sympathisch und die Autorin schafft es, dem Leser das jüdische Leben nahezubringen.






Kommentare:

  1. Ja, das habe ich auch so gesehen - nichts für ungeübte Leser, aber durchaus lohnen! :-)

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