Sonntag, 29. September 2013

[Rezension] Die Kane - Chroniken: Die rote Pyramide

Titel: Die Kane - Chroniken: Die rote Pyramide
Autor: Rick Riordan
Verlag: Carlsen
Preis: 18. 90

Carter und Sadie Kane – zwei Geschwister, die getrennt aufwachsen und doch gleich sind.
Als ihr Vater mit den beiden an Heiligabend ins Museum geht, verändert sich ihr Leben. Ihr Vater wird von einem glutroten, unheimlichen Typen entführt und plötzlich werden die beiden von Göttern und Dämonen gejagt.
Auf einer waghalsigen Rettungsmission finden sie mehr über ihre Eltern heraus und die Geschwister scheinen auch das ein oder andere Geheimnis zu haben.




Das Cover ist sehr überladen, trotzdem drückt diese Szene die Handlung am besten aus und deswegen ist die Wahl des Covermotives gut gelungen.
Am Anfang musste ich erst einmal schmunzeln: Der Autor gibt Hinweise, dass die vorliegende Geschichte nur eine Tondatei ist – parallelen zu dem Anfang der Percy Jackson Reihe sind nicht von der Hand zu weisen.
Trotzdem war ich begeistert von dem rasanten Einstieg und auch die Kommentare der beiden Geschwister, die im Buch in eckige Klammern gesetzt wurden, sind einfach nur göttlich.

Die Handlung ist sehr wandelbar, es gibt immer wieder Szenen, die so fantastisch beschrieben werden, dass ich einfach nur staunen kann. Der Autor schafft es, dem Leser unsere Erde nahezubringen, wie sie mit Magie wäre.
Der Schreibstil ist wirklich wunderbar und der Humor geht nie verloren. Es sind immer nur kleine Sätze, eingeschobene Gedanken oder auch eine ironische Frage. Beim Lesen hat man das Gefühl, neben den Protagonisten zu stehen und sie schmunzelnd anzuschauen.

Die Charaktere sind einfach super. Da wäre einmal Sadie, ein Mädchen, das zu größerem geboren wurde. Dann Carter, der nach dem Entdecker von Tutanchamun benannt wurde. Bastet, Osiris, Isis, Horus …
Die Charaktere sind sehr unterschiedlich, jeder hat sein eigenes Merkmal und niemand ist perfekt. Macken und Schönheitsfehler gehören zu diesem Buch wie ein ruhiger Platz zum Lesen.
Obwohl es wenig Beschreibungen gibt, hat der Leser schon nach wenigen Seiten eine genaue Vorstellung, wie Sadie und Carter aussehen. Ihr Wesen wird auch durch den Erzählstil (es ist eine Tonaufnahme!) wiedergespiegelt und so kann sich der Leser seine eigenen Gedanken dazu machen.

Die Idee mit den Göttern weist natürlich Parallelen zu Percy Jackson auf. Trotzdem liebe ich es, wie der Autor genau recherchiert hat, jedem Gott Leben eingehaucht und ihre Geschichte erzählt hat.
Auch, dass der Roman in der heutigen Welt spielt und einige bedeutenden Schauplätze darin vorkommen, stellt einen Bezug zur Realität her.


Mir hat der Auftakt der Kane-Chroniken sehr gefallen. Nicht nur, dass der Autor seinem humorvollen Schreibstil treu geblieben ist. Er schafft es, die Protagonisten zum Leben zu erwecken und den Leser zu begeistern.

Kommentare:

Gerne könnt ihr mir Kommentare hinterlassen. Für Kritik, Wünsche oder Anregungen bin ich offen :)