Sonntag, 15. September 2013

[Rezension] Drachenschwester - Thubans Vermächtnis

Titel: Drachenschwester - Thubans Vermächtnis
Autor: Licia Troisi
Verlag: cbj
Preis: 14. 99

Die dreizehnjährige Sofia wacht jede Nacht auf, geweckt von einer schwebenden Stadt, die immer wieder in ihren Träumen erscheint. Ihre Hoffnung, das Waisenhaus zu verlassen, schwindet immer mehr.
Bis ein Professor auftaucht und sie zu sich nimmt.
Von da geht es Schlag auf Schlag: Geflügelte Kreaturen greifen sie an und Sofia muss um ihr Leben fürchten. Denn sie trägt das Erbe des Drachen Thuban in sich und muss dessen Macht freisetzen, um den Wächter der Dunkelheit – den Lindwurm Nidhoggr – endgültig zu besiegen.


Licia Troisi – allein der Name verspricht hochkarätige Fantasy.
Das Cover ihres neuen Romans ist sehr ausdrucksstark und farbenfroh, besitzt einen einprägsamen Schriftzug.
Der Prolog erzählt die Vorgeschichte des Buches und der Leser wird so langsam mit den Drachen vertraut gemacht.
Dann kommt die Umstellung auf Sofias Sicht und man merkt, wie sich der Schreibstil ein wenig verändert – er wird auf ihr Alter angepasst.

Der Handlungsverlauf ist sehr zäh. Bis zur Mitte des Buches gibt es nur wenige Höhepunkte und es werden immer mehr Fragen aufgeworfen – jedoch keine beantwortet.
Auch Details, die für den Handlungsverlauf wichtig gewesen wären oder die in manchen Situationen angebracht wären, haben gefehlt.
Der Schreibstil ist gewohnt leicht zu lesen.

Die Protagonistin Sofia ist noch relativ jung und ich konnte mich mit ihr sehr gut identifizieren. Trotz allem ist sie sehr negativ eingestellt, denkt nichts Positives und ist sehr leicht eingeschnappt. Diese Einstellung ist am Anfang noch ganz okay, aber das ganze Buch über nervt es.
Lydia ist die nächste Figur, die ich nicht wirklich mag. Sie ist zu nett, dann wieder hochnäsig und schließlich wieder für jeden Spaß zu haben. Aus ihr wird man nicht wirklich schlau.
Die Charaktere zeigen allgemein zu wenig Gefühle und Gedanken, einzig die Szenen mit den Drachen sind interessant und von Gefühlen nur so gespickt.
Einige Passagen aus der Sicht der Bösen zu erleben ist sehr interessant und mir gefällt der Junge Mattia, der zum Werkzeug der Bösen wird.

Die Idee unterscheidet sich sehr von den Drachen-/Schatten-/Feuerkämpferin Reihen. Es scheint so, als ob die Autorin fast zwingend etwas in der realen Welt spielen lassen will.
Leider gibt es im gesamten Roman nur vier oder fünf Settings, die immer und immer wieder genannt werden, aber nie gut beschrieben.
Das Buch ist sehr vorhersehbar und konnte mich an manchen Stellen überhaupt nicht überzeugen.

Ein weiterer Roman des Fantasy-Shootingstars Licia Troisi, von dem ich leider zu viel erwartet habe. Die Umsetzung war mit Fehlern gespickt, zu wenig Beschreibungen und eine nicht ganz ausgereifte Handlung lassen das Buch plump wirken.



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