Freitag, 1. November 2013

[Rezension] Die Könige: Orknacht - Michael Peinkofer

Titel: Die Könige - Orknacht
Autor: Michael Peinkofer
Verlag: Piper
Preis: 16. 99

Orks und Menschen wurden von dem grausamen Zwergenkönig Winmar unterworfen. Einzig der Mensch Dag vermag ihn aufzuhalten. Denn das Schicksal hält für ihn eine besondere Aufgabe bereit - für Dag und für die letzten aufständischen Orks ...








Passend zum Titel besitzt der Roman ein sehr imposantes Cover, es schürt an den Leser hohe Erwartungen.
Durch einen großartigen Einstieg schafft es der Autor, den Leser in seinen Bann zu ziehen. König Winmar sucht nach der Stimme, seinem Herrscher. Somit passen Prolog und Epilog wieder zusammen.
Schon nach den ersten Seiten kamen mir die Charaktere vor wie alte Bekannte, da sie genau beschrieben werden. Die Welt mit all seinen Rassen, Herrschaftssystemen und Städten ist dem Leser bald sehr gut bekannt und durch unerwartete Wendungen wird Spannung aufgebaut.
Obwohl der Roman aus mehreren Perspektiven geschrieben ist, sind diese immer miteinander verknüpft und klar voneinander abgetrennt. Der Schreibstil ist sehr leb- und bildhaft, erläutert alles sehr genau und lässt kein Detail aus.

Dags Charakter ist interessant: Er ist nicht der typische Protagonist, kein Held. Er ist ein normaler Mensch mit all seinen Schwächen, Ängsten. Die Tatsache, dass Dag außerdem blind ist, gibt dem Buch eine ganz besondere Note, da sich dem Autor neue Möglichkeiten eröffnen.
Aryawen ist das genaue Gegenteil von ihm. Sie ist stark, kämpferisch und trotzdem zeigt sie manchmal Schwäche. Ihre Gefühle werden authentisch geschildert, ohne übertrieben zu wirken und auch die Verzweiflung der Unterdrückung von Lavan wirkt echt.
Die Bösen Charaktere sind typisch hinterhältig, fies und schmieden finstere Pläne. Sehr beeindruckend wird dem Leser die Entwicklung der Gefühle geschildert, auch Gedanken fließen immer mit ein.

Die Handlung ist sehr komplex, aber auch immer wieder überrascht der Autor mit unerwarteten Änderungen. Es wird sehr deutlich, wie kleine Entscheidungen die ganze Handlung beeinflussen können.
Durch die gut ausgearbeitete Idee gibt es eine Identifikation mit den Charakteren.


Ein Roman, der mit vielen neuen Wesen und einer genialen Welt punktet. Der blinde Protagonist verleiht dem Roman eine atemberaubende Spannung.


Vielen Dank an
für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.



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