Freitag, 1. November 2013

[Rezension] Frostblüte - Zoe Marriott

Titel: Frostblüte
Autor: Zoe Marriott
Verlag: Carlsen Choice
Preis: 14. 99

Der Wolfsdämon bricht immer dann aus ihr hervor, wenn Frost verletzt wird oder sie von Gefühlen überwältigt wird. Deswegen lässt sie keinen an sich heran - nicht einmal Luca, der ihr Herz zu gewinnen versucht. Als sie sich seinen Kriegern anschließt, macht sie Bekanntschaft mit Arian - dem genauen Gegenteil von Luca. Und Frost ahnt, dass sie an einen von beiden ihr Herz verlieren wird.






Das Cover des Romans ist sehr speziell und von beeindruckender Einfachheit, trotzdem passt es wie die Faust aufs Auge.
Der Einstieg ist spannend, Frosts Erinnerung verstört den Leser, macht ihn aber auch neugierig.
Durch die komplexe Handlung wird die Spannung langsam gesteigert und es kommen nach und nach immer neue Personen hinzu, die ganzen Umgebungen und Gebiete werden beschrieben. Der Roman ist klar durchstrukturiert, besitzt leider eine Spannungsflaute in der Mitte, weil in besagtem Teil nichts wirklich Interessantes passiert.
Der Schreibstil ist leicht zu lesen und passt zu Frosts Charakter.

Die Charaktere sind ein Meisterstück. Die Autorin erschafft authentische Personen, die ihre Gefühle überzeugend darstellen.
Frost – oder Saram – muss vor allem am Anfang und in den Rückblenden sehr viel durchmachen und durch ihre Angst wirkt sie wie ein normales Mädchen. Die Rückblenden beleuchten immer mehr von ihrer Vergangenheit, sodass der Leser am Ende einen fast vollständigen Lebenslauf erstellen könnte.
Natürlich gibt es auch in diesem Buch wieder zwei Männer, zwischen denen sich Frost entscheiden muss. Mir waren Luca und Arian am Anfang beide unsympathisch, Luca mit seiner übertrieben freundlichen, Arian mit seiner abstoßenden Art. Die Dramatik der Beziehung zwischen Frost und Luca wird immer wieder gesteigert, wenn sich die beiden eine Zeit lang nicht sehen oder auch wenn Arian ihr den Schwertkampf beibringen soll. Auch das Ende hält noch eine gehörige Portion Spannung und Dramatik bereit.
Jede einzelne Person wird beschrieben, sowohl das Aussehen als auch Teile der Vergangenheit.

Die Idee mit dem Wolf ist nicht neu, wurde von Frau Marriott aber komplett neu umgesetzt. Ohne viele Beschreibungen setzt sie große Emotionen frei und punktet mit nachvollziehbaren Handlungssträngen.
Durch die Kämpfe am Anfang hätte ich mir in der Mitte einen Angriff erwartet, die Spannungsflaute hat mich dann etwas enttäuscht.


Eine Liebesgeschichte mit Wiedererkennungswert, authentischen Charakteren und einer gut ausgearbeiteten Handlung. Die Autorin schafft es, den Spagat zwischen Kampf und Liebe neu zu definieren und lässt den Leser an der Entwicklung ihrer Charaktere teilhaben. 

Vielen Dank an 
für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.





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