Sonntag, 12. Januar 2014

[Rezension] Die Hütte: Ein Wochenende mit Gott - William Paul Young

Titel: Die Hütte- Ein Wochenende mit Gott
Autor: William Paul Young
Verlag: ullstein
Preis: 9. 99€
368 Seiten


Mackenzie Allen Phillips - ein glücklicher Familienvater und nicht sehr religiöser Mensch. Bis seine Tochter entführt wird und alles auf einen Mord hindeutet. Die Traurigkeit überwältigt ihn, eines Tages ist ein Brief von Gott in seinem Briefkasten: Eine Einladung, mit Gott ein Wochenende zu verbringen. nach anfänglicher Skepsis nimmt Mack die Einladung an und fährt zu der Hütte - die Hütte, in der seine Tochter aufgefunden wurde ...



Ich habe mich nun an ein etwas anderes Buch gewagt.
Das Cover hat mich sofort angesprochen: Die Hütte im Schnee, die schlichte Atmosphäre. Es macht neugierig und im Nachhinein fielen mir Kleinigkeiten wie der Marienkäfer auf, die im Roman wichtig sind.
Der Einstieg nach dem Vorwort, das jeder lesen sollte, war sehr zäh. Ich musste mich sehr konzentrieren, um nicht immer abzuschweifen. Erst nach 15 Seiten kommt die eigentliche Handlung und mir fiel es schwer, mich auf die Personen und Gedanken einzulassen. Der Schreibstil ist zwar detailliert, aber nicht wirklich bildlich und nach dem Vorowort wird der Protagonist sehr lange vorgestellt. Familie, Gedanken, Handlungen.
Erst nach dem Vorgeplänkel nimmt die Geschichte an Fahrt auf und es entwickelt sich in die Richtung eines Krimis. Trotz der religiösen Handlung passt Krimi und Religion sehr gut zusammen, nach anfänglicher Skepsis hat es mir sogar Spaß gemacht, das Ganze zu lesen.
Der rote Faden ist immer erkennbar und trotz langen Rückblenden, die gut versteckt sind, wird es immer emotionaler.

Der Protagonist ist sehr interessant, aber fehlende Gedanken lassen schwer Sympathie zu. Mack stelle ich mir nicht als Erwachsenen, sondern in vielen Situationen wie ein kleines Kind vor. Allerdings werden seine Handlungen authentisch und die Überraschung gut dargestellt. Gott als mehrere Personen auftauchen zu lassen hat mich zunächst überrascht, aber dadurch, dass Raum für eigene Interpretation gegeben ist, ist es wieder gut gemacht.

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Der Roman ist klar in drei Teile aufgeteilt und der Klappentext verrät viel, was schade ist. Die ganzen Überraschungen werden vorweg genommen und eigentlich ist der Ausgang schon klar, bevor man angefangen hat zu lesen. Trotzdem ist es eine sich lohnende Handlung, die zum Nachdenken anregt.



Die Hütte ist ein Roman, der zum Nachdenken anregt, den Leser auffordert, sich Gedanken zu machen. Die Idee, einen Mord und die religiöse Handlung zu verknüpfen, ist ungewöhnlich, aber interessant ausgearbeitet. Der schwache Protagonist ist leider ein großer Makel bei dem ansonsten gut umgesetzten Roman.


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