Samstag, 1. Februar 2014

[Rezension] Nach dem Sommer - Maggie Stiefvater

Titel: Nach dem Sommer
Autor: Maggie Stiefvater
Verlag: script5
Preis: 18.90€
424 Seiten













Jeden Winter wartet Grace darauf, dass die Wölfe in die Wälder von Mercy Falls zurückkehren – und mit ihnen der Wolf mit den goldenen Augen. Ihr Wolf.
Ganz in der Nähe und doch unerreichbar für sie, lebt Sam ein zerrissenes Leben: In der Geborgenheit seines Wolfsrudels trotzt er Eis, Kälte und Schnee, bis die Wärme des Sommers ihn von seiner Wolfsgestalt befreit. In den wenigen kostbaren Monaten als Mensch beobachtet er Grace von fern, ohne sie jemals anzusprechen – bevor die Kälte ihn wieder in seine andere Gestalt zwingt.
Doch in diesem Jahr ist alles anders: Sam weiß, dass es sein letzter Sommer als Mensch sein wird. Es ist September, als Grace den Jungen mit dem bernsteinfarbenen Blick erkennt und sich verliebt. Doch jeder Tag, der vergeht, bringt den Winter näher – und mit ihm den endgültigen Abschied.
(Copyright script5 Verlag)




Auf die Empfehlung einer Freundin musste ich mich einfach an dieses Buch heranwagen. Das schlichte Cover ist großartig, vor allem der Zeichenstil hat mich sehr angesprochen. Der Titel passt wie die Faust aufs Auge, auch wenn ich zuerst sehr wenig damit anfangen konnte. Die Botschaft, die das Cover ausdrückt, ist überwältigend und ich kann mich nur wiederholen, wie passend das Cover ist.
Der bildhafte Schreibstil der Autorin hat mich sofort gefesselt und ich war mitten im Geschehen, trotz leichter Irritationen. Am Anfang habe ich einfach nicht verstanden, dass das Buch aus zwei Perspektiven geschrieben ist.
Die Idee ist einfach wunderbar, erinnert teilweise vom Grundprinzip leider an Twilight. Trotzdem ist „Nach dem Sommer“ vollkommen anders umgesetzt und sowohl die Themen Freundschaft, als auch Liebe gemixt mit der nötigen Prise Übernatürlichkeit sind ein wahres Spektakel.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr gut, die Szenen sind alle nachvollziehbar und anschaulich beschrieben. Die Ich-Perspektive passt zu Grace und da er ihrem Alter angepasst ist, wirkt alles noch viel authentischer.



Grace als die Schüchterne darzustellen war eine gute Entscheidung. So hatte die Autorin die Möglichkeit, ihre Wandlung darzustellen. Sie sehnt sich immer wieder nach Sam, der ein Wolf und damit unerreichbar ist. Diese Verzweiflung ist sehr authentisch dargestellt und sie zeigt immer wieder ihre wahren Gedanken und Gefühle. Grace ist aber ebenso eine Person, die sehr überstürzt und ohne nachzudenken handelt, was den Leser sowohl aufregt als auch amüsiert.
Sam ist das genaue Gegenteil zu ihr. Die Wildheit des Wolfes steckt das gesamte Buch über in ihm und ist sehr anschaulich dargestellt. Die Sichtweise seines Lebens als Wolf gefällt mir sehr gut, sodass immer Abwechslung herrscht. Er ist wie eine Blume, die sich erst nach und nach öffnet. Am Anfang das unbeschriebene Blatt, am Ende ergibt sich eine Fülle an Informationen über seine Kindheit und sein Leben bei dem Rudel.
Die Beziehung zwischen den beiden entwickelt sich sehr langsam, die Unterschiede der beiden sind immer wieder spürbar. Trotzdem passen sie perfekt zueinander!
Es ist bekannt, dass ich schnulzige Romane nicht sehr mag, doch diese Liebe wird sehr authentisch dargestellt. Nichts ist zu übertrieben, allerdings ging alles manchmal zu schnell und einige Erklärungen haben gefehlt.



Ein wundervoller Jugendroman mit einer herrlich romantischen Liebesgeschichte und einem gigantischen Schreibstil. Die offenen Fragen am Ende werden sicherlich im zweiten Band geklärt, auf den ich mich riesig freue.




1 Kommentar:

  1. Ich habe das Buch geliebt, als ich es gelesen habe und sollte es wirklich möglichst bald mal wieder lesen! :) und ich liebe Sam :D *hihi*
    Uuuuund: Lies nicht die Folgebände: Das ist ein schwerer Fehler, den ich begangen habe, denn:
    1. ist das Ende vom ersten Band nicht wundervoll?! *_* <3
    2. Der zweite und dritte Band sind längst nicht mehr so spannend wie der erste...

    Liebe Grüße
    Chrisi

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