Mittwoch, 6. August 2014

[Rezension] Das also ist mein Leben - Stephen Chbosky

Titel: Das also ist mein Leben
Originaltitel: The Perks of Being a Wallflower
Autor: Stephen Chbosky
Verlag: Heyne fliegt
Preis: 12.99
282 Seiten
Wertung: 4/5 Federn

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Charlie ist sechzehn, er ist in seinem ersten Jahr in der Highschool und hat die Probleme, die man in diesem Alter so hat: mit Mädchen, mit der Schule, mit sich selbst. Zumindest scheint es so zu sein. Doch in den Briefen, die er an einen unbekannten »Freund« schreibt, wird deutlich, dass Charlie eine ganz besondere Sicht auf die Welt hat: Er beobachtet die Menschen um sich herum, fragt sich, ob sie ihr Leben so leben, wie sie es möchten, und versucht verzweifelt, seine eigene Rolle in all dem, was wir Leben nennen, zu begreifen. (Copyright Heyne Verlag)


Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal so ein nachdenkliches und trauriges Buch gelesen habe. Das Buch ist kein normales Buch, sondern besteht aus sehr vielen Briefen, die innerhalb eines bestimmten Zeitraumes verfasst wurden. Charlie schreibt an eine dem Leser nicht bekannte Person, jeden Tag, beschreibt sein ganzes Leben.


Der Schreibstil ist sehr detailliert und Charlie denkt über viele Dinge nach, beschreibt manche Situationen mehr, andere weniger. Sein Charakter wird durch die ganzen Briefe immer deutlicher, er ist sich seiner selbst nicht sicher und muss erst sein wahres Ich finden – die typische Selbstfindungsphase während der Pubertät.
Um ehrlich zu sein, als ich den Inhalt des Buches gelesen habe, habe ich an die typischen Jugendromane gedacht, an „Eine wie Alaska“ von John Green, aber keinesfalls einen Briefroman. Es ist der erste Briefroman, den ich gelesen habe und es ist seltsam, die ganzen Szenen nacherzählt zu hören, aber es erinnert mich an mein eigenes Tagebuch, an meine eigenen Gedanken und ich bin froh darüber, dass es kein 0/8/15 Buch ist.
Der Autor scheint sich alles sehr genau überlegt zu haben, hat das gesamte Leben des Jungen ausgearbeitet, seine Freunde, seine Probleme, seine Familie. Immer wieder werden kleine Informationen in die Handlung hineingestreut z.B. Abende mit der Familie, Partys, öde Schultage, die Charlie als normalen Jugendlichen mit normalen Problemen zeigen und ihn dem Leser sympathischer machen.
Charlie liest sehr viel und schreibt auch über mehr oder weniger Unwichtiges, doch das stört überhaupt nicht, schließlich sind es seine Gedanken und er darf in seine Briefe schreiben, was er will.
Ich bin erstaunt, wie authentisch es dem Autor gelungen ist, die Briefe einer 15-jährigen Jugendlichen in einem Roman zu verfassen. Respekt!


Ein etwas anderer Roman, der das Lesen wert ist. Nicht nur, dass die Handlung sehr authentisch ist, auch, dass das Buch zum Nachdenken anregt und auch traurige Stellen hat macht es so besonders. 


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