Sonntag, 10. August 2014

[Rezension] Maddie: Der Widerstand geht weiter - Katie Kacvinsky

Titel: Maddie: Der Widerstand geht weiter
Originaltitel: Middle Ground
Autor: Katie Kacvinsky
Verlag: Bastei Lübbe Verlag
Preis: 15.99
379 Seiten
Wertung: 3/5 Federn








„Auch nachdem Maddie bei ihrem Bruder in L.A. eingezogen ist, setzt sie ihren Kampf fort. Gemeinsam mit Justin hilft sie Jugendlichen, die der Digital School den Rücken kehren wollen. Doch dann wird Maddie geschnappt und von der Polizei in eine Jugendstrafanstalt gesteckt. Hier werden alle inhaftiert, die sich gegen das System stellen. Isolationshaft und Gehirnwäsche sind im Gefängnis an der Tagesordnung und der Wille der meisten Insassen wird innerhalb kürzester Zeit gebrochen.
Maddie ist lange standhaft! Doch die Haftbedingungen zermürben auch sie und schließlich ist sie kurz davor, aufzugeben. Wie soll sie alleine im Gefängnis gegen die übermächtig erscheinenden Gegner bestehen? Erst als der junge Aufseher Gabe ihr zu verstehen gibt, dass er auf ihrer Seite steht, schöpft Maddie neue Hoffnung. Aber um das System zu besiegen, muss sie sehr weit gehen.“ (Copyright Bastei Lübbe Verlag)

Da es schon eine Weile her ist, seit ich den ersten Band gelesen habe, musste ich mich erst wieder in die Handlung hineinfinden. Leider gibt es keinerlei Informationen darüber, was im ersten Band geschehen ist. Weder Rückblicke, noch Erinnerungen oder Gespräche.
Maddie und Justin versuchen weiter, die Digital School zu stürzen und der Leser wird zu verschiedenen Protestaktionen mitgenommen. Die Hauptschauplätze, also eine Disko und die Anstalt/Klinik, werden gut und sehr detailliert beschrieben, der Rest der Welt leider wenig bis gar nicht. So fällt es schwer, sich auf die Handlung einzulassen und sich die Situation vorzustellen.
Die Ich-Perspektive passt sehr gut zur Handlung, da der Leser in wichtigen Momenten viel über Maddies Gedanken und Gefühle erfährt und somit auch die Handlung an manchen Stellen besser versteht.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr gut und flüssig zu lesen, hin und wieder werden kleine Details in der Umgebung verschwiegen, die für den Leser vielleicht interessant gewesen wären.

Die Personen gefallen mir sehr, leider liegt der Fokus zu stark auf den beiden Protagonisten Maddie und Justin, sodass alle anderen im Hintergrund verblassen. Ist Pat wirklich immer noch in Maddie verliebt? Was ist mit Clare? Wieso handelt Maddies Bruder so? Und auf welcher Seite steht ihr Vater wirklich? All diese Fragen werden leider nicht beantwortet, da die „Neben“personen nur an manchen Stellen eine wichtige Rolle spielen.
Maddie ist immer noch rebellisch und zum Teil auch trotzig, aber sie liebt Justin bedingungslos. Ihre Gedanken werden leider zu oft zu wenig miteinbezogen und sie wirkt ein bisschen desorientiert und schusselig, was aber auch an ihrer Inhaftierung liegen kann.
Von Justin erfährt der Leser wenig neues, er bleibt wie immer distanziert und undurchschaubar. Die Liebesbeziehung der beiden wird im Laufe des Buches immer weniger ausgeprägt, ich weiß nicht, was ich davon halten soll. Sie sieht so wenig wie eine Liebesbeziehung aus, mehr wie eine erzwungene Beziehung, die beide auf alle Fälle aufrecht erhalten wollen. Mal sehen, wie sich das noch entwickelt.
Die anderen Personen wie der Pfleger Gabe, Clare oder Pat sind einfach nur „Dekoration“, so kommt er mir zumindest vor. Sie handeln und sprechen, doch keine der Handlungen oder Gespräche sind enorm wichtig für die Handlung. Sie sind einfach nur da ... dass sie da sind. Ich finde es sehr schade, dass auch die Hintergrundgeschichten und Familien so wenig eingebaut sind, denn nur mit diesen Informationen können Romanfiguren authentisch wirken und vom Leser gemocht werden.

Die Handlung oder der Plot sond mehr oder wenig nachvollziehbar, jedoch gibt es nur sehr wenig, was passiert. Der Großteil der Handlung ist eintönig, da er in der Klinik stattfindet, danach ist noch der Befreiungsversuch. An manchen Stellen wirkt diese Eintönigkeit sehr langweilig, da alles mehrmals wiederholt wird und zu detailliert erzählt wird.
Trotzdem sind viele Handlungen und Reaktionen sehr originell und authentisch und machen das Buch trotz allem lesenswert.

Ich betrachte den Roman „Maddie: Der Widerstand geht weiter“ mit gemischten Gefühlen. Die Handlung ist gut und spannend, allerdings liegt der Fokus im gesamten Buch zu sehr auf den beiden Protagonisten.

Trotzdem ein sehr guter Roman, den ich weiterempfehlen kann. Jetzt bin ich gespannt auf die Fortsetzung.


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