Samstag, 21. November 2015

# 2 Von der Idee zum fertigen Buch: Charaktere

Quelle: piyabay.com



Die Protagonisten oder überhaupt die Charaktere sind das wichtigste eines guten Romans. Wenn die Hauptpersonen nicht gut ausgearbeitet sind, nur wenig Tiefe besitzen und sich in nichts unterscheiden, wird das Buch schnell wieder zur Seite gelegt.

Der Autor sollte sich erst einmal überlegen, ob er einen männlichen Protagonisten oder eine weibliche Protagonistin haben will. Traut sich eine Autorin zu, einen Jungen als Hauptperson zu haben? Und umgekehrt ist es natürlich genauso. Er sollte bedenken, dass er mit diesem Protagonisten viele Stunden verbringen wird. 

Wenn der Autor schließlich das Geschlecht festgelegt hat, kommt er an das Aussehen und die Eigenschaften. Dabei sollte alles so realistisch wie möglich bleiben. Niemand möchte in einem realen Roman einen Protagonisten, der Feuerbälle erschaffen kann. Deswegen ist es wichtig, sich am Anfang das Genre zu überlegen und darauf aufzubauen.
Am besten legt man sich als Autor ein separates Worddokument an oder nimmt ein kleines Notizbuch, in dem er seine Charaktere und deren Aussehen festhält. Sonst kommt man zu schnell durcheinander, ab zehn Charakteren wird es dann schon kritisch. 
Die Protagonisten sollten natürlich auch einen Namen haben. Autoren können diese Namen sowohl an ihren persönlichen Vorlieben festlegen als auch an einer bestimmten Bedeutung. Während in einem historischen Roman der Name Kevin eher weniger vorkommt, wird in einem fantastischen Roman Ursula nicht unbedingt zu finden sein. Das ist allerdings dem Autor überlassen.
Manche Namen haben auch eine Bedeutung, so heißt die Protagonistin in meinem derzeitigen Romanprojekt Lun, was Mond bedeutet. Der Name hängt mit der Handlung zusammen und ist deswegen passend.
Zudem sollte man keine allzu komplizierten Namen verwenden, die niemand lesen geschweige denn aussprechen kann. Man sollte immer im Hinterkopf haben, dass der Autor später sein Manuskript vorlesen möchte.

Nach welchen Kriterien erschafft ihr eure Charaktere? Wie vermeidet ihr Klischees?

Morgen: wie gestalte ich den Raum, also die Welt?



Kommentare:

  1. Hallöchen,
    wirklich eine tolle Idee, diese Blogpost-Reihe :)
    Die Namen meiner Charaktere kennst du ja :D Ich nehme meistens eher gewöhnliche Namen, weil ich außergewöhnliche bzw. erfundene nicht so toll finde. Auf die Bedeutung achte ich dabei allerdings nicht. Ich hab meistens eher so ein Gefühl in welche Richtung es gehen soll und such dann ein bisschen im Internet, bis ich das passende Gefunden habe.
    Meine Charaktere erschaffen sich meistens selbst...als Beispiel: Richard sollte eigentlich genauso liebevoll wie Evangeline werden...äh ja :D

    Liebste Grüße,
    Kate ♥

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Dankeschön :)
      Ja, die kenne ich. Bei dir ist es sinnvoll, gewöhnliche Namen zu nehmen, weil es auch besser zu deiner Welt, bzw zu deinem Roman passt. Das mit dem Gefühl kenne ich. Plötzlich fällt einem ein toller Name ein und man hat sich verliebt. Kann aber auch andersrum sein, dass man Ewigkeiten suchen muss :)
      Der miesepetrige Richard gefällt mir aber gut. Weil Evangeline ist meistens ein wenig zu liebevoll und zwei der Sorte wären definitiv too much :)
      LG Sophia

      Löschen
    2. Wahrscheinlich hat er sich deswegen auch in die andere Richtung entwickelt :D Weil er wusste, dass zwei von Evangelines Art zu viel geworden wären ;)

      Liebste Grüße ♥

      Löschen

Gerne könnt ihr mir Kommentare hinterlassen. Für Kritik, Wünsche oder Anregungen bin ich offen :)