Sonntag, 20. Dezember 2015

★ Schreibnacht Offline-Treffen #2 ★


Mimi, Laura, Carina
Sophia, Pia, Hanna
Lily, Philip

Gestern war es mal wieder soweit: das zweite Schreibnacht Offline-Treffen stand an. Und dieses Mal war es etwas ganz besonderes, weil wir uns a) Esslingen als Veranstaltungsort ausgesucht haben und b) 9 Leute ihr Kommen angekündigt haben. Letztes Mal waren wir zu fünft, weswegen das schon eine relativ große Anzahl war. 

Also habe ich mich auf den Weg zum Hauptbahnhof gemacht, dort wollten wir uns nämlich treffen. Oder zumindest ein Teil von uns, denn in Esslingen selbst sind dann noch zwei Mitglieder zu uns dazugestoßen. Anwesend waren also bisher: Philip, Carina, Pia, Hanna aka Honey, Mimi, Laura, Lily und ich. Eigentlich sollte ein gewisser User namens "Nightdancer" auch noch dazustoßen, aber er/sie war einfach nicht aufzufinden. Nicht nur, dass wir sein Geschlecht nicht wussten, auch sonst schienen sich einige Geheimnisse um ihn zu ranken. Nach einer geschlagenen halben Stunde des Wartens, in der Hanna mehr als nur einmal den Namen "Nightdancer" mitten in die Menge gebrüllt hat, haben wir beschlossen, aufzubrechen. 
Unser nächstes Ziel war das Café Lux, das schwieriger als gedacht zu finden war. Wir sind durch unzählige Gassen gerannt, haben Leute gefragt, uns gehetzt umgeschaut und schließlich gab Pia bekannt, dass wir erst um 15:30 Uhr reserviert hatten. Das bedeutete, wir hatten noch eine geschlagene halbe Stunde Zeit.

Und zu was nutzt man diese halbe Stunde?
Richtig: um auf den Spielplatz zu gehen. Pia, Hanna und ich waren also schaukeln und die anderen machten es sich auf einer Parkbank gemütlich. Es wurden sogar Wetten abgeschlossen, ob Hanna es schafft, auf eine weiße Kugel zu klettern - mit unserer Hilfe natürlich. Oben war am Ende Pia, weswegen beide verloren haben. 
Es wurde über das Schreiben geredet, über das Autorenleben an sich und wir merkten, dass wir uns wahnsinnig gut verstanden. Schließlich war es aber doch Zeit, zum Café aufzubrechen und bevor wir dort ankamen, wurde natürlich erst einmal über die Schreibweise von Kaffee bzw Café philosophiert. Ganz so, wie Autoren es eben tun.

Vor dem Café Lux wurde dann das obligatorische Gruppenfoto gemacht, bevor wir es uns gemütlich machten. Eine Glaskuppel, durch die die Sonne hereinschien, ein Tisch im Zentrum des Cafés, tolle Musik ("Sind das Panflöten?" "Ich weiß nicht." "Egal was es ist, es klingt toll") und heiße Schokolade. Natürlich mit ganz viel Sahne. 
Es wurde geredet, gelacht, viel erzählt und schließlich ein Schreibnacht-Stammtisch-Stuttgart-Buch angelegt. Die Idee war, lustige Zitate oder Sprüche hineinzuschreiben, aber dazu mussten wir uns den genauen Wortlaut erst einmal merken. Man sollte meinen, wir als Autoren schaffen das, aber es war schwieriger als gedacht.
Irgendwann ließen wir die Tradition des Texte-Vorlesens wieder aufleben und es wurde immer später, und immer später.


"Wollten wir nicht noch auf den Weihnachtsmarkt?" Diese Frage bewog uns schließlich zum Aufbrechen und wir machten uns auf zum Weihnachtsmarkt. Zum Glück hatten wir Mimi dabei, die in Esslingen wohnt und deswegen den Weg kannte. Ansonsten hätten wir uns vermutlich wieder verlaufen :D 
Der Mittelalter-Weihnachtsmarkt war mein persönliches Highlight: die vielen Feuer, die Licht spendeten, Gauckler, die mit ihren Wägelchen herumliefen und uns mit ihren Trompeten ins Ohr tröteten, überall der Duft nach Essen und Rauch. Die erste Station war das Bogenschießen, was ich schon immer mal ausprobieren wollte. Für zwei Taler durften wir sechs Mal schießen und es hat mehr Spaß gemacht als ich gedacht habe. Und ich habe sogar fast immer die Zielscheibe getroffen. Philip ist unterdessen zum Packesel und Fotograf mutiert, weil wir natürlich nicht mit Taschen, Schal und Fototasche schießen konnten. Danach kämpften wir uns durch die Menge, wir hatten davon gehört, dass in Leder gebundene Notizbücher verkauft wurden. Was gibt es besseres für uns als Autoren? Gefühle Stunden befanden wir uns vor dem Stand, betrachteten die Auslage und bekamen unzählige Notizbücher gezeigt. Wir hätten vermutlich alle mitgenommen, wenn sie nicht so teuer gewesen wären.

Zeitgleich damit wurde es auch Zeit für eine Stärkung: Käsespätzle oder etwas Pizzaähnliches befand sich schließlich in unseren Händen und wir konnten nicht genug davon bekommen. Leider musste wir an dieser Stelle Mimi schon verabschieden und die obligatorische Gruppenumarmung dufte nicht fehlen. Die Verbliebenen wussten nun zunächst nicht, was sie machen sollten, bis der Entschluss fiel, dass wir uns noch Met kaufen wollten. Unterdessen entdeckte Hanna immer wieder neue Dinge und wir mussten aufpassen, dass sie uns nicht abhanden kam. Als krönenden Abschluss probierten wir dann noch Heiße Maronen, Philip und ich aßen sie dabei zum ersten Mal. Und dann war es auch schon wieder Zeit, uns auf den Heimweg zu machen.

Der Tag ist viel zu schnell vorbei gewesen und am Bahnhof, als wir uns von Pia verabschieden mussten, fiel der Abschied sehr schwer. In der S-Bahn nach Stuttgart wurde viel geredet, viel gelacht, aber wir wussten, dass der Tag zu Ende war und wir uns langsam verabschieden mussten. Aus der S-Bahn stiegen am Ende nur noch Philip, Hanna, Lily und ich aus, da Carina gleich weiterfuhr. 

Und dann war es auch schon soweit: auch ich musste mich von den Menschen verabschieden, die ich wahnsinnig lieb gewonnen hatte. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge stieg ich in die Bahn nach Hause und währenddessen wurde unglaublich viel getwittert (unter dem Hashtag #SchStSt nachzulesen) oder auf WhatsApp geschrieben. Irgendwie wollten wir uns nicht verabschieden und wir waren uns einig, dass dieses Treffen so schnell wie möglich wiederholt werden muss.


Danke an die Schreibnacht, die uns alle zusammengebracht hat. Und danke an alle, die gestern dabei waren. Es war wirklich toll und ich freue mich schon so sehr auf das nächste Mal ♥

1 Kommentar:

  1. Ganz toller Artikel, Sophia! Ich bin froh, Teil des Treffens gewesen zu sein und freue mich schon auf das nächste Mal. :)

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