Sonntag, 17. April 2016

[Merlin] - Bin ich ein Serienjunkie?



Titel: Merlin – Die neuen Abenteuer 

Originaltitel: Merlin
5 Staffeln
2008-2012

Inhalt:
Magie ist in Camelot verboten, jeder, der sie praktiziert, wird hingerichtet. Ausgerechnet der junge Magier Merlin kommt in die Stadt und wird zum Diener von Prinz Arthur erklärt. Merlins Schicksal ist es, den Prinzen vor allen drohenden Gefahren zu beschützen und zwischen den beiden entwickelt sich eine tiefe Freundschaft.


Meine Meinung:
„Merlin“ war meine allererste Serie. Damals kam sie noch auf SuperRTL und am Anfang war ich sehr skeptisch. Natürlich kannte ich die Sage von König Arthur und dem Schwert im Stein, allerdings habe ich mir nur schwer vorstellen können, wie man daraus eine gute Serie machen kann. Tja, spätestens nach Folge zwei war ich gefesselt.
Das Erste, was mir sehr positiv aufgefallen ist, ist das Setting. Die Handlung spielt in Camelot und Umgebung und ich liebe einfach die Sets, das Schloss und die wilden Wälder drumherum. Sie passen sehr gut zu der eigentlichen Handlung und scheinen immer richtig platziert. Im Laufe der fünf Staffeln kommt man immer wieder an bekannte Orte zurück, was ein sehr schönes Gimmick ist.
Ich habe inzwischen relativ viele Serien gesehen, aber an Merlin (Colin Morgan) und Arthur (Bradley James) kommt kaum jemand heran. Die Charaktere wandeln sich im Laufe der fünf Staffeln, aus gut wird böse, aus böse wird gut. Und Merlin ist mittendrin, weiß nicht, auf welche Seite er gehört.
Die Nebencharaktere, die am Anfang eigentlich nur da sind, um die Handlung „rund“ zu machen, werden immer weiter ausgebaut und bekommen später wirklich wichtige Rollen (z.B. Gaius der Hofarzt, Gwen, Mordred). Und dann wäre da noch Arthurs Schwester, Lady Morgana. Meiner Meinung nach einer der stärksten Charaktere - abgesehen von Arthur und Merlin -, da sie sich im Zeitraum der fünf Staffeln so sehr verändert, aber ihre Handlungen immer nachvollziehbar sind. Auch das Verhältnis zwischen Arthur und Merlin ist nie überspitzt dargestellt und obwohl der Prinz ein Arsch ist, ist er zumindest ein witziger Arsch.
Womit wir bei einem weiteren Punkt wären: der Humor. „Merlin“ ist eine Serie, die sehr ernst sein kann. Aber sie kann gleichzeitig auch witzig sein und vor allem Merlin und Arthur sorgen für viele Momente, in denen ich lauthals lachen musste.
Die Magie ist natürlich ein wichtiges Thema in der Serie, wird allerdings nicht unendlich oft eingesetzt, nur damit sie als Fantasy-Serie betitelt werden kann. Eine Prise hier und da reicht aus, damit „Merlin“ magisch wird.
Der Spannungsbogen wurde immer aufrechterhalten, jede Folge war ein Puzzleteil im ganzen Gebilde, das sich am Ende zu einem großen Bild zusammengesetzt hat. Auch die Tatsache, dass Merlin immer zwischen seinem Magier-Ich und seinem Diener-Ich steht und aufpassen muss, dass er sich nicht verrät, trägt zur Spannung bei.
Vor allem das Ende ist ein Paukenschlag und unerwartet grausam, aber ein würdiger Abschluss für eine so tolle Serie.

Ich ziehe wahnsinnig viel Inspiration aus dieser Produktion und sie wird vermutlich immer einer meiner Lieblinge bleiben. „Merlin“ besticht durch ein tolles Setting, extrem gut ausgearbeitete Charaktere und ein Ende, das den Zuschauer mitten ins Herz trifft. Obwohl die Serie langsam in die Jahre kommt, sind die Tricks noch immer gut und keineswegs übertrieben.


Kleine Anmerkung am Rande: ich schaue die fünf Staffeln gerade erneut. Meine Obsession ist immer noch nicht verschwunden :D

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