Sonntag, 15. Mai 2016

[Grimm] - Bin ich ein Serienjunkie?



Titel: Grimm
Originaltitel: Grimm
5+ Staffeln / davon gesehen: 3
seit 2011


Inhalt:
Detective Nick Burkhardt lebt in Portland und führt ein ganz normales Leben, bis seine Tante auftaucht und ihm offenbart, dass er ein Grimm ist. Damit kann er die als normale Menschen getarnten Märchen- und Fabelwesen sehen und schon bald verwickelt er sich mehr und mehr in die dunklen Machenschaften der königlichen Familien, die sein Können für sich nutzen wollen.



Meine Meinung:
Der Titel verspricht Märchen und Fantasy und der Zuschauer bekommt Märchen und Fantasy. Und noch viel mehr. Nick Burkhardts (David Giuntoli) erste Begegnung mit einem solchen Fabelwesen ist nicht gerade die Beste und da er unwissend ist, lernt auch der Zuschauer nach und nach alles über die Grimms und ihr Vermächtnis. Die Charaktere sind sehr sympathisch und – was meiner Meinung nach sehr wichtig ist, sie wandeln sich im Laufe der drei Staffeln unglaublich. Aus Gut wird Böse, aus Böse wird Gut und manche Personen stagnieren in einem Stadium dazwischen. Der Fokus der Serie liegt nicht nur auf dem Grimm, auch Nebenfiguren bekommen immer größere Rollen und werden schließlich zu Hauptfiguren. In der ersten Staffel ist das Prinzip der Folgen immer recht ähnlich: Nick muss einen Fall lösen, in den vermutlich ein „Wesen“, also eine übernatürliche Kreatur verwickelt ist. Außerdem muss er natürlich seine Fähigkeit geheim halten, was ihm immer schwerer fällt. Hier wechseln die Handlungsorte, Basis ist allerdings immer Portland. Um diesen Fall herum wird die Rahmenhandlung weitergesponnen, man erfährt immer mehr und mehr von den Charakteren und auch von Nicks Eltern, die anscheinend bei einem Autounfall ums Leben gekommen sind. Die Märchen der Gebrüder Grimm werden in die Handlung eingefügt und passen sehr gut zu den übrigen Handlungen. In der zweiten und dritten Staffel verändert sich der Fokus und die Geheimnisse, die Magie und verschiedene Wesen geraten mehr in den Vordergrund, sowie Konflikte zwischen den Charakteren, die immer wieder durch Nicks Existenz als Grimm ausgelöst werden.
Die Serie ist ein Mix zwischen Magie, Mysterie und Krimi. Sie schafft es, die Spannung nahezu immer aufrecht zu erhalten und keines der drei Genres zu vernachlässigen. Vor allem in der dritten Staffel kommen viele neuen Aspekte dazu und die ersten zwei Staffeln erscheinen plötzlich in einem ganz anderen Licht.
Wichtig in „Grimm“ sind vor allem Details: Kleine Sachen, die zunächst als unwichtig erachtet werden und dann später noch einmal auftauchen. Oder Handlungen, die eigentlich keine Bedeutung zu haben scheinen und im späteren Verlauf wichtig werden. Solche Verknüpfungen ziehen sich durch alle drei Staffeln und machen dem Zuschauer Lust auf mehr.
Ich habe die Serie auf Englisch geschaut und in der OV ist sie umso lustiger, da die deutschen Begriffe wie „Wesen“, „Hundsjäger“, „Schwarzwald“ und Co. sehr lustig ausgesprochen werden.


„Grimm“ kann vor allem durch sympathische und wandlungsfähige Charaktere punkten, deren Bedeutung sich im Laufe der Staffeln immer verändert. Die Rahmenhandlung ist sehr interessant und obwohl es immer wieder Hänger gibt, in denen nicht viel passiert, dennoch spannend. Eine klare Empfehlung für alle, die die Grimm’schen Märchen mögen.

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