Sonntag, 1. Mai 2016

[Once Upon A Time] - Bin ich ein Serienjunkie?


Titel: Once Upon A Time – Es war einmal
Originaltitel: Once Upon A Time
5+ Staffeln / davon gesehen: 3
seit 2011

Inhalt:
Emma Swan führt ein ganz normales Leben, bis sie an ihrem 28. Geburtstag Besuch von ihrem leiblichen Sohn Henry bekommt, den sie kurz nach seiner Geburt zur Adoption freigegeben hat. Gemeinsam mit ihm fährt sie nach Storybrooke, das von Märchengestalten bewohnt wird. Diese können sich allerdings an dieses frühere Leben nicht mehr erinnern.


Meine Meinung:
Märchen – wer kennt sie nicht? Schneewittchen, Peter Pan, Rotkäppchen. Ich habe diese Geschichten als Kind geliebt und liebe sie immer noch. OUAT ist eine Serie, die auf diesen Märchen basiert, allerdings eine ganz neue Handlung drum herum spinnt und die altbekannten Erzählungen neu aufzieht. Und in eben jene Welt wird Emma Swan (Jennifer Morrison) eingesogen. Sie ist eine unglaublich sympathische Protagonistin, vor allem in der ersten Staffel. Ihre Zweifel an der Existenz dieser „magischen Welt“ sind sehr nachvollziehbar und der Gegensatz zwischen ihr und Henry, der an diese Welt glaubt, macht einen schönen Kontrast aus. Als Zuschauer hat man so beide Seiten vor Augen. Die Serie besticht mit ihren tollen Charakteren, vor allem, wenn später Captain Hook dazukommt. Und ich liebe ja Rumpelstilzchen bzw Mr. Gold, der nicht besser hätte verkörpert werden können. Die Grenzen zwischen Gut und Böse verschwimmen schon sehr schnell, was sich auch an der Charakterentwicklung zeigt: Personen, die in der ersten Staffel als Feind deklariert wurden, kehren in der zweiten Staffel zurück, dieses Mal allerdings auf der Seite der Guten. Die Motive der Personen werden immer klar aufgezeigt und ihre Motivation ist nachvollziehbar.
OUAT besticht mit Rückblenden in die Zeit, als sich Schneewittchen und Prinz Charming kennengelernt haben, als Rotkäppchen seine Großmutter befreien musste. Gerade diese Rückblenden haben mir sehr gefallen, da die bekannten Märchen aus einer anderen Sichtweise erzählt werden. Außerdem ergänzen sie die Handlung in der realen Welt.
Die Serie wird mit jeder Staffel düsterer und auch Magie kommt nicht zu kurz: Viele Actionszenen, mal mit Waffen wie Pistolen, mal mit Magie tragen zur Spannung bei. Sie kommen nicht zu häufig vor, stören also kaum.
Was mich sehr gestört hat, war die Handlung der zweiten Staffel, zumindest das erste Drittel. Man ist der Meinung, das Gleiche wie in der ersten Staffel zu erleben, das hat sich zum Glück allerdings gebessert und hat sich in eine komplett andere Richtung entwickelt als gedacht. Zudem sind manche Folgen sehr auf die Beziehung zwischen Schneewittchen und Prinz Charming ausgelegt und obwohl diese wichtig ist, hat es teilweise ziemlich genervt. Zudem werden viele Klischees bedient, was aber auch daran liegt, dass die Handlung zum Großteil auf den ursprünglichen Märchen basiert.

Tolle Charaktere und ein wahrhaft magisches Setting tragen dazu bei, dass die Handlung bei OUAT gut voranschreiten kann. Mir haben die Rückblenden sehr gut gefallen und auch die Anlehnungen an die Märchen, leider wird der Fokus manchmal zu sehr auf Liebesbeziehungen gelegt. Trotzdem eine gute Serie, die unterhalten kann. 


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