Sonntag, 8. Mai 2016

[Sherlock] - Bin ich ein Serienjunkie?


Titel: Sherlock
Originaltitel: Sherlock
3+ Staffeln
seit 2010

Inhalt:
London, 21. Jahrhundert. 221B Bakerstreet.
Sherlock Holmes und Doktor John Watson, ehemaliger Militärarzt, treffen aufeinander und beschließen, eine WG zu gründen. Da Sherlock Privatdetektiv ist, bleibt John schon bald nichts anderes übrig, als ihm bei seinen Fällen zur Seite zu stehen.


Meine Meinung:
Genial. Einfach nur genial.
Das würde eigentlich reichen, um ‚Sherlock‘ zu beschreiben, aber zu einer richtigen Rezension gehört natürlich eine Begründung. Nun gut. Wo soll ich anfangen?
Richtig, bei Sherlock Holmes himself. Er ist, seiner Aussage nach, ein hochfunktioneller Soziopath, der einfach nur sehr genau beobachtet und seine Umwelt auf andere Weise wahrnimmt als alle anderen. Benedict Cumberbatch spielt diese Rolle einfach fantastisch und in jeder Folge hat man das Gefühl, eine andere Seite von Sherlock kennenzulernen. Dass er durchaus fähig ist, eine Beziehung zu führen, dass er sich durchaus um andere Menschen sorgen kann, aber auch, wie schlau er wirklich ist.
Aber das, was die Serie wirklich ausmacht, ist eigentlich das Zusammenspiel von Sherlock und John Watson (Martin Freeman). Die beiden passen super zusammen und man merkt, dass sich auch die beiden Schauspieler hinter den Rollen sehr gut verstehen müssen. Witzige Dialoge, unerwartete Situationen sind vorprogrammiert. Und dann gibt es da natürlich noch Moriarty, der immer wieder auftaucht und mir sehr ans Herz gewachsen ist – weil er so böse ist. Seine Motive sind leider ein wenig unklar, aber das wird vermutlich noch Thema der vierten Staffel sein.
Auch das Setting gefällt mir sehr gut. Alles spielt sich im Großraum London ab und doch ist in jeder Folge eine andere Location zu sehen – oder eben ein Fall führt sie an einen bereits bekannten Ort zurück. Dem hinzuzufügen ist, dass ‚Sherlock‘ aus vielen Andeutungen und Rätseln besteht: Der Zuschauer ist selbst gefordert, auch winzige Details zu achten. Wenn er das tut, kann er einen Teil der Handlung voraussehen. Auch der Cliffhänger am Ende der zweiten Staffel lässt sehr viele offene Fragen zurück, an denen sich die ‚Sherlock‘-Fans die Zähne ausbeißen können.
Obwohl eine Staffel nur aus drei Folgen je 90 Minuten besteht, bekommt der Zuschauer unglaublich viel Content geboten. Das Grundprinzip, ein ungelöster Fall, bleibt zumindest in den ersten beiden Staffeln immer gleich. Gleichzeitig werden private Probleme und auch Beziehungen (Mary & John) in diese Fälle eingewoben und in einen größeren Kontext gesetzt.
Die dritte Staffel beschäftigt sich vor allem mit den Beziehungen zwischen Sherlock, John und Mary und ist daher etwas vollkommen anderes als die Staffeln zuvor. Aber genauso spannend ist sie allemal.

‚Sherlock‘ besticht durch faszinierende Charaktere und Spannung auf höchstem Niveau. In die Handlung eingewobene Familiengeschichten geben dem Ganzen das gewisse Etwas, genauso wie tolle Dialoge. Wer die originalen Sherlock Holmes Geschichten mag, sollte dieser Serie auf jeden Fall eine Chance geben.



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