Sonntag, 22. Mai 2016

[The Shanarra Chronicles] - Bin ich ein Serienjunkie?


Titel: The Shanarra Chronicles 
Originaltitel: The Shanarra Chronicles 
1+ Staffeln
seit 2016

Inhalt: 
Der magische Baum Ellcrys wacht über die Vier Lande. Mit seiner Anwesenheit hält er die Dämonen fern, die nur darauf warten, an den Bewohnern Rache zu üben. Wenn seine Blätter zu Boden fallen, werden die Dämonen freigesetzt, die das Land zerstören werden.
Will, der letzte Nachfahre der mächtigen Shanarra-Familie, die über magische Kräfte verfügt, und Amberlee, die Elfenprinzessin, treffen durch eine Reihung von Zufällen aufeinander und versuchen eben dies zu verhindern. Gemeinsam mit dem Menschenmädchen Eretria scheinen nur sie die Kraft zu haben, das Böse aufzuhalten. Eine Reise zur Rettung der Vier Lande beginnt.


Meine Meinung:
„The Shanarra Chronicles“ ist eine relativ neue Serie. Da sie in verschiedenen Foren gehyped und immer wieder empfohlen wurde, wanderte sie auf meiner „Must-Watch“-List ganz nach oben. Die kurze Synopsis und die Ausgangssituation klangen sehr spannend, weshalb ich es kaum erwarten konnte.
Zunächst einmal besticht TSC durch sehr sympathische Charaktere. Der Zuschauer wird sofort in das Geschehen und in die fantastische Welt eingeführt und lernt die Elfenprinzessin Amberlee kennen. Mutig, selbstbewusst und hübsch. Der zweite Protagonist, Will, ist der typische good boy: Er weiß nichts von seinen magischen Fähigkeiten und erfährt, dass seine Familie noch weitere Geheimnisse vor ihm hatte. Leider sind diese beiden Charaktere auf Klischees aufgebaut, die sich im Laufe der Handlung verstärken. Vor allem, als Eretria dazukommt und die typische Dreierbeziehung entsteht. Im Verlauf der Handlung machen die Protagonisten allerdings eine Wandlung durch, ihre Denkweisen ändern sich und das hat mir wiederum sehr gut gefallen.
Es gibt nur sehr wenige Charaktere – im Vergleich zu anderen Serien, was aber nicht schlimm ist. Dadurch gibt es immer wieder Nebenhandlungen, die in die Haupthandlung einfließen und sie unwillkürlich beeinflussen.
Die Handlung findet in einem tollen Setting statt, die Vier Lande sind sehr detailliert ausgearbeitet und ich mochte die Landschaften und Umgebungen, da sie sich sehr oft geändert haben und man so immer mehr von der Welt kennenlernen konnte. Auch die Bezüge zur aktuellen Welt z.B. eine dystopische Version von San Francisco haben mir sehr gefallen. In Zusammenhang damit wurde allerdings die Hintergrundgeschichte zu sehr im Dunkeln gelassen: Man erfährt nur bruchstückhaft, wie sich die Welt in diese Richtung entwickeln konnte und wie es zu der Vernichtung der Menschen kam.
Die Grundidee mit dem Lebensbaum und den fallenden Blättern ist wahnsinnig toll und etwas ganz Neues. Allein der Name Ellcrys passt wahnsinnig gut.
Die Handlung ist zum Teil sehr vorhersehbar, da es immer wieder Visionen und auch Andeutungen gibt. Es bleibt immer das gleiche Ziel, bei dessen Erfüllung die drei Helden immer wieder auf Hindernisse stoßen und an ihnen wachsen. Das Ende hat mich persönlich enttäuscht, es kam einfach zu schnell und war zu einfach. Allerdings wurde bekannt gegeben, dass es eine zweite Staffel gibt. Es ist also nicht wirklich das Ende.
„The Shanarra Chronicles“ ist eine durchaus gute Serie zur kurzweiligen Unterhaltung, die teilweise aber auf Klischees basiert. Ein tolles Setting gepaart mit einer spannenden Handlung haben dafür gesorgt, dass ich gefesselt war. Herausheben möchte ich an dieser Stelle noch den genialen Soundtrack und das tolle Intro. Jetzt möchte ich unbedingt die Bücher lesen, um die Wartezeit bis zu Staffel zwei zu verkürzen.

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