Mittwoch, 1. Juni 2016

[Gedankenfetzen] Ich wollte immer ein Autor sein

Quelle: pixabay.com
Ich wollte immer ein Autor sein. Wollte schreiben bis in die Nacht, wollte Tränen vergießen für Personen, die nur in meiner Fantasie existieren. Mich in meine Kammer einschließen, umgeben von Büchern, dem Duft nach Staub, einem kleinen Fenster, durch das ein Streifen Sonnenlicht dringt. Die Schreibmaschine vor, die Kerze neben mir. Ihr Licht beleuchtet die unscheinbaren Buchstaben auf dem Papier, die aus meinem Kopf entsprungen sind.
Ich wollte ein Autor sein – Brille auf der Nase, verklärter Blick. Den ganzen Tag unterwegs, nach Inspiration suchend, nur um mich am Abend in einem kleinen Café zu verkriechen und zu schreiben. Ein Autor, der seine Ideen über Nacht bekommt, der einen Roman in kürzester Zeit fertig schreibt, ihn flugs korrigiert und veröffentlicht hat. Der vielleicht ein bisschen zu viel trinkt und ein bisschen zu viel träumt, aber das ist ok: Das bringt das Autorenleben mit sich. Ebenso wie das kreative Chaos, das überall herrscht.
Ein Haus, irgendwo im Nirgendwo, das wäre das Richtige gewesen. Fernab von der Zivilisation, nur umgeben von Natur, von dem Rauschen des Windes, der durch die Blätter fährt. Nichts machen außer schreiben, von morgens bis abends.