Samstag, 14. Januar 2017

38. Schreibnacht mit Special Guest Thomas Finn



„Schreiben lernt man zunächst einmal dadurch, dass man schreibt.“
„Ein Testleser, der dir nicht weh tun will, bringt dir nichts.“

Das sind nur zwei Zitate von dem absolut genialen Thomas Finn, der gestern Abend Gast bei der 38. Schreibnacht war.
Ich habe natürlich – wie immer – erst mittags mitbekommen, dass abends eine Schreibnacht ansteht und war spätestens dann begeistert, als Special Guest Thomas Finn angekündigt wurde. Ich habe seine Fantasyromane, angefangen bei ‚Der letzte Paladin‘, verschlungen und ihn schon immer für seinen tollen Schreibstil bewundert.


Um 19 Uhr setze ich mich also an den Laptop, öffne das Schreibnacht-Forum, genauso wie Twitter und Facebook. Das übliche Vorgeplänkel mit den üblichen Verdächtigen, dann um 20 Uhr beginnt die Fragerunde. Thomas Finn ist mir von Anfang an sympathisch, er antwortet auf alle Fragen sehr ausführlich und auch nach 21 Uhr, als wir alle schon mit der ersten Etappe beginnen, treibt er sich noch im Forum herum. Beantwortet weitere Fragen. Und noch mehr Fragen. Aus den Fragen entspinnen sich Diskussionen über Protagonisten und Antagonisten, das Handwerk des Schreibens und auch das Thema ‚Rollenspiele‘ kommt nicht zu kurz. Ich bin viel zu gebannt von den Antworten als dass ich mich auch nur ansatzweise auf das Manuskript, das ich eigentlich lektorieren sollte, konzentrieren kann.
Oder wie Jennie es irgendwann treffend formuliert: „Ich sehe schon: zukünftig brauchen wir hier in der Schreibnacht einen gesonderten Thomas Finn-Fanclub!“
Definitiv!

Es wird immer später und ich setze mich irgendwann doch an das Manuskript und lektoriere zwanzig Seiten, mein Vorsatz, das alles ohne Ablenkung von Twitter und Co. zu schaffen, löst sich immer mehr in Luft auf. Ich springe zwischen der Fragerunde, Twitter und dem Manuskript hin und her und komme irgendwann auf die glorreiche Idee, nebenher Avatar anzuschauen – oder den GronkhTV Stream, der parallel auch noch läuft.
Aber irgendwann um viertel vor zehn ist das Soll erledigt und ich kann meine ganze Aufmerksamkeit den Fragen widmen. Denn Thomas Finn beantwortet diese immer noch, auch jene, die neu gestellt werden.

Zwei Folgen Avatar und knapp zwei Stunde später gebe ich schließlich auf, da ich von Kopfschmerzen geplagt werde und gehe ins Bett. Aber ich weiß, dass ich diesen besonderen Abend lange in Erinnerung behalten werde.

Was ich von der 38. Schreibnacht und von Thomas Finn gelernt habe:
- Ich sollte mich mehr mit dem Thema Rollenspiele beschäftigen.
- Schreiben ist harte Arbeit und wird zurecht als Handwerk bezeichnet.
- Höre auf dein Bauchgefühl!
- Der Lektor ist dein wohlmeinender Helfer.
- Wenn ich produktiv werden will, sollte ich Twitter ausschalten.
- Wenn dich das Schreibfieber gepackt hat, solltest du einen Roman so schnell wie möglich zu Ende schreiben – damit du den Überblick nicht verlierst.
- Regelmäßiges Schreiben ist wichtig.
- Beim Geschichtenerzählen ist alles erlaubt.

In diesem Sinne: Write on!


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