Sonntag, 7. Mai 2017

Day One | Interstellar

© Sophia Suckel
Lass uns die Zeit zurückdrehen. In Erinnerungen schwelgen und sie lebendig werden lassen. Lass uns Verlorenes wiederfinden und Vergangenes zurückbringen. Alles Falsche richtigstellen, alles Richtige überdenken. Besinnen wir uns auf das, was wichtig ist. Auf das, was wir einmal träumten aber niemals wagten. Schlagen wir einen anderen Weg ein, durchbrechen die Zeitlinie. Weil es egal ist. Das ist es doch, oder?
Wage. Träume. Sei mutig. Tu all das, für was du keine Zeit hattest. Das du nicht tun wolltest, aus Angst. Überwinde Grenzen, erschaffe neue Erinnerungen. Eine neue Zeitlinie. Für dich, für mich.
Ein neuer Anfang, ein neues Ende. Nicht alles wird gut werden, das weißt du. Das wissen wir beide. Aber du musst es versuchen.

~

Verloren. Da stehe ich nun, von nichts umgeben als Sand. Worte, die in meinen Ohren verklingen. Als ob es gestern gewesen wäre. Und doch ist es Jahre her. Jahrzehnte. Ich habe aufgehört, zu zählen. Habe aufgehört, mich darum zu kümmern. Zeit ist unbedeutend geworden. Wenn man allein ist, fühlt sich jeder Tag an wie eine Ewigkeit.
Sie haben mich nicht im Stich gelassen. Ich weiß es, und doch kann ich es nicht einsehen. Will es nicht einsehen. Wenn ich in den Spiegel blicke, erkenne ich ihre Gesichter. Die mich einhüllen, vereinnahmen und nicht vergehen wollen. Ich habe versagt. Wir haben versagt. Es gibt hier nichts mehr zu tun, und doch möchte ich nicht warten, bis ich gerettet werde. Irgendwann. Vielleicht auch nie. Es erscheint mir sinnlos, trotzdem stehe ich hier. Jeden Tag bei Sonnenuntergang. Und warte. und warte. undwarte.

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