„Jetzt sag schon. Wonach schmeckt das Blut?“ Ich hebe den Kopf, lecke mir das Rot von den Lippen. „Nach Tod.“
Kyla wurde ausgebildet, aus Wunden die Lebensgeschichte herauszulesen. Sie hat schon unzählige Menschen geprüft, weiß von all ihren Ängsten, ihren geheimen Träumen. Als sie dazu gezwungen wird, das Blut des jungen Noque zu probieren, scheint ihre Gabe verschwunden; sie schmeckt nichts. Keine Vergangenheit, keine Zukunft. Nur Tod.
Fortan befindet sie sich auf der Suche nach den Totgezeichneten, die alles Leben, wie sie es kennt, zerstören könnten. Noque ist bei ihr, als Gefangener.  Und mit jedem Tag, den die beiden gemeinsam verbringen, spürt Kyla, dass auch sie nicht die ist, die sie zu sein glaubte.

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